Prunk- und Kostümsitzung der Bürgergarde

Posted By on 23. Januar 2016

Foto: Andreas Klein

Foto: Andreas Klein

Im Kristallsaal der Koelnmesse feierte am heutigen Abend die Bürgergarde „blau-gold“ ihre erste Prunk- und Kostümsitzung in dieser Session. Gleich zu Beginn des Abends zeigte sich, dass der Karnevalist keine „aussterbende Rasse“ ist, wie es zahlreiche Medien – darunter auch die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten – in den letzten Wochen zu vermitteln versuchten.

Denn gleich zu Anfang zog mit den Tanzmäusen der Bürgergarde „blau-gold“ eine starke Kinder- und Jugendtanzgruppe auf die große Kristallsaal-Bühne. Die Kinder und Jugendlichen, darunter auch viele junge Damen, präsentierten ihre Tänze und bewiesen eindrucksvoll, dass man sich um den karnevalistischen Nachwuchs nicht wirklich sorgen machen muss. Denn während die Jungs später in einem der großen Traditionskorps oder einer der anderen zahlreichen Karnevalsgesellschaften Kölns sicherlich ihren Platz finden, bieten die in den letzten Jahren gegründeten Damen-Karnevalsgesellschaften auch den jungen Tänzerinnen eine Perspektive, nachdem man vielleicht bis Anfang/Mitte 30 in einer der zahlreichen Kölner Tanzgruppen sich einen Namen machen konnte.

Nach den Pänz zog das Korps der Bürgergarde „blau-gold“ in den Saal ein. Die tänzerische und musikalische Darbietung des Traditionskorps brachte schon einmal Stimmung in den Saal. Darauf konnte die Höhner aufbauen, die mit ihren Hits aus der Sitzung wieder einmal eine Stehung machten. Ruppert Schieche in seiner Type als „Gisbert Fleuems“ sorgte für erste Lacher am heutigen Abend. Nachdem das Kölner Dreigestirn die „Lachende Kölnarena“ besucht hatte, schaute man im benachbarten Kristallsaal vorbei und machte seine Aufwartung. Das Tanzcorps der K.G. Sr. Tollität Luftflotte zeigte anschließend den Pänz der Tanzmäuse auf, wohin der tänzerische Weg einmal gehen kann – in eines der Spitzen-Tanzkorps des Kölner Karnevals. Die Bläck Fööss mit ihren Hits sorgten noch einmal dafür, dass durchweg stehend gefeiert wurde. Anschließend ging es in die Pause.

Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ eröffnete die zweite Abteilung und holte auch den letzten Foyersteher zurück in den Saal. Bei Kasalla entschieden sich dagegen gerade einige ältere Sitzungsbesucher für die Flucht an die Theke: „Die sind mir einfach zu laut!“, erklärte ein Gast in Bürgergarde-Uniform bei einem Kölsch. Naturgemäß ist Comedia und TV-Moderator Guido Cantz nicht ganz so laut – und daher füllte sich der Saal schnell wieder bis auf den letzten Platz. Weit nach Mitternacht spielten die Klüngelköpp auf und die Gäste waren sich einig, dass man sich im nächsten Jahr wieder sieht.

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