Präsentationsabend des Stammtisch Kölner Karnevalisten für die Session 2019

Posted By on 28. Oktober 2018

Am gestrigen Abend präsentierte der Stammtisch Kölner Karnevalisten im großen Festsaal des Maritim Hotel Köln die Programme der Künstler für die kommende Session 2018/2019. Mit insgesamt 16 Programmpunkten ein relativ strammes Programm, welches da dem Fachpublikum und den geladenen Gästen vorgestellt wurde. Kein Wunder, dass der Zeitplan bereits in der ersten Abteilung knapp 20 Minuten Verzug zu verbuchen hatte. Am Ende des Abends waren es dann gut 40 Minuten, die man den geplanten Zeiten hinterher hinkte – und dies, obwohl ein geplanter Programmpunkt erst gar nicht erschienen war …

Fotos: Andreas Klein

Nach einer kurzen Begrüssung durch den Baas des Stammtisch, Bruno Praß, erwartete die Gäste im äußerst gut besuchen Maritim-Festsaal ein Opening mit Gänsehaut-Faktor: Micky Brühl, Frontmann der gleichnamigen Band, und Star-Tenor Norbert Conrads stimmten gemeinsam den Hit der Micky Brühl Band, „Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn“, an. Den Hintergrund hierfür bildeten die Kinder- und Jugendtanzgruppen der Mitgliedsvereine des Stammtisch Kölner Karnevalisten, zu denen sich von der Seite die Künstler des Abends dazu gesellten. Ein eindrucksvolles Opening, welches die Gäste im Saal begeisterte.

In einem knapp 20-minütigen Block präsentierten hiernach drei der Kinder- und Jugendtanzgruppen jeweils einen Tanz. Beteiligt daran waren die Tanzgruppe „Original Kölsch Hännes´chen“, die „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ sowie die Höppemötzjer. Die „Pänz vum Kölsch Hännes´chen“ tanzten durchweg als Hänneschen und Bärbelchen über die Bühne und zeigten, wie die Großen, eine eher traditionell angelegte tänzerische Darbietung. Wenn man bedenkt, dass in dieser Kinder- und Jugendtanzgruppe auch die ganz kleinen Pänz dabei sind, durchaus die richtige, sinnvolle Entscheidung. Die Knochen kaputt tanzen können diese Pänz sich auch noch, wenn die mal groß sind …

Schon etwas mehr akkrobatische Elemente zeigte die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kammerkätzchen und Kammerdiener„, wobei die Kammerdiener am gestrigen Abend stark in der Unterzahl waren: Lediglich zwei Kammerdiener tanzten mit den jungen Nachwuchs-Kammerkätzchen. Dass es im tänzerischen Bereich im Karneval einen Herrenmangel gibt, ist ja bekannt. Aber dass man offenbar so gar keine Jungs findet, die bereit sind, mit den jungen Damen zu tanzen, ist schon bemerkenswert. Vielleicht liest ja der ein oder andere junge Mann den Artikel – die Mädels würden sich sicher über männliche Unterstützung freuen!

Bei den „kleinen“ Höppemötzjer waren die jungen Herren dann schon zahlreicher vertreten. Hier liegt es aber auch vielleicht daran, dass die Tanzgruppe „De Höppemötzjer“ in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert – und in der Kinder- und Jugendtanzgruppe vielleicht die Enkelchen der Gründerinnen und Gründer ihre karnevalistische Heimat gefunden haben. Nachdem sich die Tanzgruppe im Knaatsch von ihrer bisherigen Partnergesellschaft getrennt hat, reist man in der kommenden Session eben ohne gesellschaftliche Unterstützung durch die Säle des Rheinlands.

Nach der Eröffnung mit einem Block von drei jungen Tanzgruppen zu starten, verdient den Respekt des Stammtisch-Vorstands. Ein starkes Zeichen, dass der Karneval in Köln im ein oder anderen Bereich durchaus ein Nachwuchsproblem hat – aber im karnevalistisch-tänzerischen Bereich sind gerade die jungen Damen eine Bank für aktive Nachwuchsförderung. Und wer weiß, vielleicht findet ja auch noch der ein oder andere junge Herr es spannender, sich im Karneval tänzerisch zu engagieren. Tanzpartnerinnen sind jedenfalls genügend da.

Stefan Dahm

Ebenfalls noch jung an Jahren – aber schon ein alter Hase auf der karnevalistische Bühne – ist Stefan Dahm. Der 15-jährige Sänger, der seine Lieder immer im breitesten Kölsch vorträgt, präsentierte sich am gestrigen Abend mit zwei neuen Liedern. Der Song „Himmel op de Ääd“ ist eine eher leisere Schunkelnummer über Köln, Heimat und so weiter. Ein schönes Lied, welches auch akkustisch im Saal gut rüberkam. Nicht ganz so gut von der akkustischen Seite her war der zweite Song „Multi Kulti“, der teilweise etwas übersteuert klang. Dieses lag aber sicherlich daran, dass der Pressetisch quasi „in der Beschallung“ saß und die Bass-Box doch ordentlich wummerte. Da es beim leiseren Lied keine akkustischen Probleme gab, muss sich in diesem Fall wohl die Saaltechnik den Hut anziehen! Beide neuen Lieder von Stefan Dahm können sich durchaus hören lassen. Den Song „Multi Kulti“, der sich mit dem multi-kulturellen Köln, wo neben Kölnern ja bekanntlich auch viele andere Nationalitäten größtenteils friedlich nebeneinander existieren, beschäftigt, sollten sich gerade viele „heimatverliebte Kölner“ mal genauer anhören …

„Ne komische Hellije“

Bei der Anmoderation erläuterte Moderator Manfred Schweinheim, dass der nachfolgende Redner bereits seit den 1980er Jahren auf den Bühnen unterwegs wäre … vielleicht hätte er auch erwähnen sollen, dass der größte Teil der Witze, die Peter Kolb in seiner Type als „Ne komische Hellije“ vortrug, aus der gleichen Dekade stammen! Die angekündigten „Geschichten aus dem Leben“ waren dumpf vorgetragene schlechte Witzchen, wie man sie auf den Witzeseiten der bekannten Illustrierten seit Jahrzehnten immer wieder einmal vorgesetzt bekommt. Und die zwei, drei „neueren“ Witze sind seit fünf, sechs Jahren auf den entsprechenden Internet-Witz-Seiten schon in der Rubrik „Oldies“ einsortiert. Der mit Abstand schlechteste Redner des gestrigen Abends!

Peter Kerscher

Seit 25 Jahren ist Bauchredner Peter Kerscher im Stammtisch Kölner Karnevalisten aktiv, lange Jahre auch im Vorstand. Mit seiner Partnerin, der Kuh „Dolly“, bereist Kerscher die ganze Welt, um die Menschen zum Lachen zu bringen. Am morgigen Montag geht es für Kerscher wieder auf in die Welt – doch anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenmitglied des Stammtisch Kölner Karnevalisten liess er es sich natürlich nicht nehmen, mit Dolly eine Kostprobe seines Könnens abzugeben. Hierbei war Kerscher tagesaktuell unterwegs, sei es in innenpolitischen Themen, sei es in Sachen „US-Präsident“ oder auch der #metoo-Debatte. Teilweise gehen die Gags unter die Gürtellinie, aber ohne richtig schlüpfrig zu werden. Guter Vortrag vom neuen Ehrenmitglied des Stammtisch.

„Kölsche Adler“

Vor Jahren gründete sich im damaligen Karnevalistenforum eine Amateurband aus Musikern unterschiedlicher Bands. Man spielte zuerst nur „just for fun“. Später dann auch außerhalb der Session als „karnevalistenforum.de-Band“ auf Sommerfesten und für wohltätige Zwecke. Nachdem sich das Karnevalistenforum dann langsam auflöste, wurde aus der Band die „Kölsche Adler“, die sich dann auch in der Karnevalssession zeigte. Der ein oder andere Amateur konnte zu dieser Zeit den gestiegenen Auftrittszahlen nicht mehr Herr werden – und musste die Band verlassen. Doch lange Jahre blieb zumindest ein Grundgerüst der alten Amateur-Band den Adlern treu. Wenn man heute die „Kölsche Adler“ sieht, hat diese Band mit alten Zeiten nicht mehr viel zu tun – bis auf das Grundkonzept vielleicht: Ein satter Sound, musikalisch unterstützt von Blechbläsern – dies begeisterte schon zu ganz alten Zeiten die Jecken. Die aktuellen Adler müssen aber noch etwas am Sound schrauben: Bei der Anmoderation der Songs ein Echo auf dem Mikro – das klingt grausam! Und auch insgesamt war der Sound streckenweise viel zu laut. Und das lag dieses Mal nicht am Saalsound!

„Dä Nubbel“

Bei Michael Hehn scheiden sich die Geister. Viele Jecken lieben die Type des „Nubbel„. Aber genauso viele können mit dieser Type nichts anfangen. In der letzten Session war die Rede des „Nubbel“ nicht wirklich gut. Das haben sogar viele Fans eingeräumt. Doch in dieser Session muss man sagen: „Schwamm drüber! Der Nubbel ist in der kommenden Session mit seinem Vortrag DIE rednerische >Neuentdeckung< im Karneval!“ Für seine Verballhornung von bekannten Namen und Begriffen mit Hilfe der kölschen Sprache erhielt Michael „Nubbel“ Hehn am gestrigen Abend hochverdiente Standing Ovations! Eine Rede in dieser Qualität in jeder Session (und ja, er hatte in seiner ersten Session eine ähnlich gute Rede – die diesjährige ist aber der Oberhammer …), und der Nubbel würde in kürzester Zeit in einer Reihe mit den Top-Stars der rheinischen Redner genannt. Und das mit vollem Recht!

„De Blömcher“

Im letzten Jahr vollzog sich bei der nächsten Gruppe, die sich präsentierte, ein Wandel. Aus „Blom un Blömcher“ wurden „De Blömcher„. Und auch nach dem Ausstieg von Hannes Blum bleibt man sich dem Konzept treu: Parodien bekannter Hits mit lustigen Texten, angereichert mit Gags – und, ganz neu, Videoeinspielern auf einer großen Videowand, welche die Band-Techniker in Sekundenschnelle aufgebaut haben. Einen alten Song von „Blom un Blömcher“ mit dem Titel „Mamm, sprech doch noch einmol met uns Kölsch“ haben „De Blömcher“ generalüberholt und in einen Sound der heutigen Zeit gepackt. Unterstützt werden sie bei dem Song von „Jason, dä Immi“, der für den Sprechgesang (aka „Rap“) zuständig ist. Und natürlich darf auch das bekannte „Scheissejal (ob de Hohn bes oder Hahn)“ bei den Blömcher nicht fehlen. Wer in der kommenden Session die Blömcher im Programm hat, darf sich auf gute Unterhaltung freuen.

Norbert Conrads und Simon Bay

Der nächste Auftritt sorgte nicht nur am Pressetisch für Gänsehaut: Simon Bay, ehemaliger Keyboarder der Band „Kölsch Fraktion“, begleitete Star-Tenor Norbert Conrads am E-Piano. Zwei Personen, eine große Bühne, kölsche Lieder in einem „klassischen“ Gewand – und ein Saal, in dem man eine Stecknadel fallen hören könnte. Wenn Conrads nicht so hervorragend singen würde! Der Vortrag von Conrads und Bay am gestrigen Abend war ein absoluter musikalischer Hochgenuss! Wie schon geschrieben – Entenpelle pur! Aber – in einem Karneval, wo die Musik meistens laut sein muss, leider völlig deplatziert in einem Sitzungsprogramm. Bei einem Gala-Abend, als Opener auf einer Gala-Sitzung, einer Sessionseröffnung im edlen Hotelambiente, einem Fischessen – von mir aus auch auf einem Sommerfest – sicherlich einer der besten Programmpunkte (wenn nicht sogar der Beste …), den man seinen Gästen präsentieren kann. Aber auf einer Kostümsitzung oder gar einer Mädchensitzung? Keine Chance! Da würde diese Nummer leider untergehen. Quasi „Perlen vor die Säue“. Hochverdiente Standing Ovations für Norbert Conrads und Simon Bay!

„Zwei Hillije“

Den nächsten Programmpunkt hatten wir bereits beim Vorstellabend des Karnevalsverband Rhein-Erft Ende September gesehen – und wiederholen hier einfach unseren Text von damals, an dem sich rein gar nix geändert hat: „Leise Töne – und damit eine Wohltat für die Ohren – gab es von den „2 Hillije„. Die „zwei eineiige Kusängs“ Bernd und Wolfgang Löhr haben vor Jahren als rein musikalische Darbietung ihren karnevalistischen Werdegang gestartet und ihren Vortrag seit 2015 um ein Zwiegespräch erweitert. Die Lieder der Beiden, vorgetragen als Krätzjer, sind eingängig und laden zum Schunkeln ein. Beim Zwiegespräch muss man irgendwie an die beiden Großmeister des Zwiegesprächs denken, das Colonia Duett … wobei die beiden Löhrs hiervon Lichtjahre entfernt sind! Gut, das Programm ist stimmig und rund. Aber an dem Zwiegespräch müsste man noch etwas arbeiten und vielleicht eine eigene Type entwickeln. An das Colonia Duett kommt ihr auch in 100 Jahren nicht dran. Besonders schön das Lied vom Kastenwagen – ein kölsches Cover eines Songs aus den 70er Jahren (wir verraten aber nicht, welcher Song es ist).“

Domstädter Köln

Als letzten Programmpunkt vor der Pause zogen die Domstädter Köln in den Maritim-Festsaal ein. Zu den Klängen von „Highway to Hell“ (Sollte das eine Anspielung auf die Veranstaltung sein?) ging es durch den Saal auf die Bühne. Hierbei stellte sich uns die Frage, ob man zu den Domstädter eigentlich noch etwas Schreiben muss? Seit zig Jahren ziehen die Domstädter, nicht nur in der Session, durch Köln – und sind eigentlich bekannt wie ein Haufen bunter Hunde. Daher sparen wir uns an dieser Stelle weitere Worte … die Pause ruft!

So, die Stärkung haben wir am gestrigen Abend gebraucht, immerhin standen noch sechs Programmpunkte auf dem Programm. Die zweite Abteilung eröffnete die Tanzgruppe „De Höppemötzjer„, welche nicht nur ihre tänzerische Darbietung präsentierte, sondern auch als Hintergrund für zwei Ehrungen herhielt: Walter Schweder, der größere Teil von den „2 Schlawiner“, sowie Margarete Schäning, welche von 1984 bis 2003 in der Figur der „Wilden Grete“ in der Bütt stand, wurden für ihre Verdienste um den Kölner Karneval – und hier besonders um den Stammtisch Kölner Karnevalisten – zu Ehrenmitgliedern des Stammtisch ernannt. Gratulation als die beiden karnevalistischen Rentner für die Ehrung!

„De Huusmeister“

Axel Foppen & Frank Fander ziehen seit Jahren als „De Huusmeister vum Bundesdaach“ durch die rheinischen Karnevalssäle. Mit ihrer mit politischen Themen gespickten Rede gehören sie zu einer karnevalistischen Spezies, die es nur noch sehr selten im Rheinland zu hören gibt. Und, ganz ehrlich: Die „Huusmeister“ hatten schon bessere Beiträge! Größtenteils nur platte Gags und Lieder zu politischen Themen … lediglich die Lieder und Couplets über die SPD, die Despoten der Welt und den kommenden Brexit liessen aufhorchen und sorgten für Lacher. Der Rest des Vortrags war wie eine Rede von Angela Merkel oder Horst Seehofer … einschläfernd! Jungs, das könnt ihr besser! Und wir hoffen, dass ihr für die Session noch mal den Rotstift ansetzt. Bevor die Literaten euch streichen – von der Gagenliste.

„Pläsier“

Drei Mädels, drei Jungs – das ist die Band „Pläsier„. Frischer Sound, wie bei den „jungen Wilden“ üblich – aber auch leider hier wieder mit einem großen Manko: Einfach nur zu laut! Selbst bei einem leisen Lied wummerte der Sound aus den Boxen, als wenn es galt, die Arena in Deutz zu beschallen. Dabei war man doch „nur“ im Maritim Hotel! Sollten „Pläsier“ das Problem mit dem Sound in den Griff bekommen, dann würden die Lieder die Jecken sicherlich begeistern. Kleine Anmerkung am Rande: Sollten Sie demnächst in den Maritim-Saal kommen und vom Kronleuchter hängen goldene Folienstreifen herunter … das war die Pyro-Abteilung von „Pläsier“!

„Ne Hausmann“

Als letzter Redner des Abends – und das zu sehr später Stunde – wagte sich ein bekannter Redner aus Köln-West-West-West auf die Bühne des Maritim. Kennen Sie Köln-West-West-West? Nein? In Fachkreisen heißt der Ort Alsdorf und liegt bei Aachen! Gemeint ist Jürgen Beckers in seiner Type als „Ne Hausmann“. Auf den Vorstellverantaltungen haben wir in den letzten Wochen einige Redner gehört. Keiner von diesen hat sich dem Kölner Motto der kommenden Session, „Uns Sproch es Heimat“, so richtig angenommen. Keiner. Bis auf Beckers! Seine gesamte Rede beschäftigt sich mit den Themen Sprache und Heimat – und dies teilweise auf sehr tiefsinnige Art, um im nächsten Moment aber wieder einen Gag zu platzieren, dass dem Tischnachbarn das Gebiss beim Lachen rausfällt! Die Rede für die kommende Session ist eine der besten Reden von Jürgen Beckers in den letzten Jahren! Und auch hierfür gab es verdiente Standing Ovations!

Mit der Band „5 Jraad“ um Frontmann Daniel Basalla ging es dann so langsam auf die Zielgerade des Präsentationsabends. Die Band hatte in den letzten Jahren den ein oder anderen Achtungserfolg – am gestrigen Abend waren „5 Jraad“ aber nur eines … viel zu laut! Wenn Gesang, Schlagzeug und Bass sich zu einem undefinierbaren Soundbrei vermischen, dann macht der Tontechniker definitiv etwas falsch. Kein Wunder, dass sich der Pressetisch schlagartig leerte – das wollte sich von den Kollegen niemand mehr zu so später Stunde antun.

Schade für die beiden nachfolgenden Tanzgruppen, die das Finale des Abends bestritten – allerdings muss man zu den tanzenden Stockpüppchen aus dem Hänneschen-Thiater, besser bekannt als „Original Tanzgruppe Kölsch Hännes´chen„, und den „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ nicht wirklich mehr etwas schreiben. Beide Gruppen gehören seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Tanzgruppen aus Köln. Und während die Hännes´chen-Figuren sich auf die traditionellen Tänze beschränken, zeigen die „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ tänzerische Akkrobatik vom Feinsten.

Begleitet wurde die Künstler des Abends vom Orchester Markus Quodt, zu dem man dem erfahrenen Sitzungsbesucher auch nicht mehr wirklich etwas erklären muss!

Das Fazit des Abends: Der letzte der großen Präsentationsabende konnte zeigen, dass es durchaus noch gute Redner in Köln gibt – auch wenn diese nicht unbedingt „Nachwuchsredner“ sind. Musikalisch gab es Höhen (absolutes Highlight: Norbert Conrads und Simon Bay) aber auch Tiefen. Einzig und allein im tänzerischen Bereich können die Kölner Programmgestalter aus dem Vollen schöpfen – doch genau da hakt es gewaltig! Denn, wie auch bereits das Festkomitee angemäkelt hat, werden die Tanzgruppen immer schlechter gebucht. Hier sollten die Programmgestalter vielleicht umdenken und auch den echten karnevalistischen Amateuren wieder eine Bühne bieten. Alle Kölner Tanzgruppen (und auch die wenigen etablierten aus dem Kölner Umland) haben es verdient!

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