Tanzgruppe „Kölsche Stäänefleejer“ hebt ab zur ersten Session

Posted By on 5. November 2018

Fotos: Andreas Klein

Am gestrigen Sonntagnachmittag lud die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Stäänefleejer“ zu ihrer ersten Sessionseröffnungsfeier in den Gemeindesaal der Pfarrei St. Pius in Köln-Zollstock ein. Gleich zu Beginn erläuterte die Leiterin der Gruppe, Cassia Kürten, noch einmal, warum sie vor relativ genau sieben Monaten die Idee zur Neugründung hatte und sie bereits wenig später mit dem Vorstand der Kölsche Narren-Gilde zusammen gesessen hat und ihr Konzept vorstellen durfte.

Knapp einen Monat nach der Gründung startete die Gruppe dann in ihr Training – und die in der Zwischenzeit einstudierten Tänze der Kinder und Jugendlichen wurden gestern im Rahmen der Sessionseröffnung quasi uraufgeführt. Doch zuerst gab es etwas auf die Ohren, denn das Musikcorps „Kölner Husaren grün-gelb“, die in der kommenden Session ihr 60-jähriges Bestehen feiern und seit 20 Jahren Ehren-Musikcorps der Kölsche Narren-Gilde sind, spielte ein hervorragendes Medley mit alten, bekannten und aktuellen Karnevalshits.

Nach einer kurzen Umbaupause, in der man sich am reichhaltigen und sehr leckeren Kuchenbuffet gegen eine Spende zugunsten der Tanzgruppenkasse stärken konnte, zogen dann die 21 Mädels, fünf Jungs und das Plaggenkind auf die Bühne des Gemeindesaales. Spannung über das was kommt auch am Vorstandstisch der Kölsche Narren-Gilde. Helmut Kopp, Präsident der Gesellschaft, erklärte später, dass man zwar einmal beim Training war – aber selbst der Vorstand der Partnergesellschaft kannte die tänzerische Darbietung der „Stäänefleejer“ nicht vorher.

„Kölsche Stäänefleejer“

Machen wir es kurz: Die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Stäänefleejer“ wird den Karneval in Köln und im nahen Umland sicherlich bereichern. Innerhalb von sechs Monaten hat Cassia Kürten mit den Kindern und Jugendlichen drei komplette Tänze, eine Einmarsch-Choreografie sowie eine kleine Zugabe einstudiert. Wohlgemerkt: In sechs Monaten! Komplett neu und bei Null angefangen! Gut, Hebefiguren und Würfe wie bei den großen Tanzcorps kann man von den Pänz nicht verlangen. Und das sollte man auch nicht, immerhin sind hier Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, auf der Bühne unterwegs. Und es bringt rein gar nichts, wenn die Kids später durch Überbeanspruchung gesundheitliche Probleme bekommen. Aber das weiß die erfahrene Tanzpädagogin Cassia Kürten selbst …

Nach dem viel bejubelten Auftritt der Pänz wurde von Cassia Kürten und Stefan Bertrams der neu ins Leben gerufene Förderkreis der Kölsche Stäänefleejer, der „Stääneclub“, vorgestellt. Mit einem Video, welches wir nachstehend mit freundlicher Genehmigung des Produzenten wiedergeben dürfen, gratulieren Kasalla den „Stäänefleejer“ zur Gründung und es sprechen u. a. die Leiterin des Planetarium Bochum, ein Experte des DLR sowie ein Sterne-Koch über die jeweiligen Sterne-Erfahrungen. Aber sehen sie selbst:

Der Förderkreis der Kölsche Stäänefleejer, der „Stääneclub“, soll die Pänz finanziell unterstützen – denn der Unterhalt einer Tanzgruppe, zumal einer neu gegründeten Tanzgruppe, ist nicht gerade billig. Helmut Kopp, Präsident der Kölsche Narren-Gilde, hatte bereits einige unterschriebene Anträge von Förderkreismitgliedern, darunter vom Vorstand der Kölsche Narren-Gilde, dabei und überreichte diese an Cassia Kürten. Doch natürlich reicht das noch nicht, und so würden sich die „Kölsche Stäänefleejer“ über weitere Förderkreismitglieder bestimmt sehr freuen. Infos dazu gibt es auf der Website der Tanzgruppe unter dem Reiter „Stääneclub“.

RhingBloot

Das Finale des Bühnenprogramms bestritt die Band „RhingBloot“, die wir bereits beim Vorstellabend des Literarischen Komitee im Festkomitee hören durften. Damals haben wir moniert, dass die Band bei ihrem Auftritt zu laut war – und offenbar hat man sich unsere Kritik zu Herzen genommen, denn am gestrigen Nachmittag war der Sound vollkommen okay. Egal ob Schunkelnummer oder rockige Klänge, RhingBloot holte die Gäste der „Kölsche Stäänefleejer“-Pänz von den Stühlen! Sascha Klingenstein, Frontmann der Band, erklärte während des Auftritts, dass man schon den ganzen Nachmittag im Saal gewesen sei, um live zu erleben, was hier an karnevalistischer Nachwuchsförderung betrieben würde. Immerhin sei man, als Band die sich 2015 gegründet hat, auch noch karnevalistischer Nachwuchs. Die Band kündigte auch an, dass man kurzfristig beschlossen hatte, nach dem Jahresabschlußkonzert im Dezember diesen Jahres den Pänz noch eine Spende in Höhe von 111,11 € zukommen zu lassen.

Mit dem Ende des Bühnenprogramms war aber noch lange nicht Schluß, denn das Kuchenbuffet war zwar schon arg geplündert – aber für jeden Gast waren sicherlich noch ein, zwei Stückchen da. Und so wurde noch lange gefeiert …

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