Traditioneller Herrenkommers der Kölsche Narren-Gilde mit Ersatz-Präsident

Posted By on 9. Januar 2019

Fotos: Peter Butzon

Im Saal „Heumarkt“ des Kölner Maritim Hotel feierte am gestrigen Abend die Kölsche Narren-Gilde ihre traditionellen Herrenkommers – ebenso traditionell mit leckeren Hämmchen. Doch noch vor Beginn der Veranstaltung wurde es zwei Mal kurz hektisch …

Zuerst einmal musste die Kölsche Narren-Gilde den unerwarteten, krankheitsbedingten Ausfall ihres Präsidenten Helmut Kopp verkraften. Kopp musste sich im Krankenhaus einer Notoperation unterziehen, ist aber bereits wieder auf dem besten Weg der Genesung. Von hier aus auch alles Gute, vielleicht sieht man sich ja am Samstag bei der Seniorensitzung. Für ihn musste Stefan Virnich, Vizepräsident der Gesellschaft, die Moderation übernehmen – ohne Vorbereitung, quasi der Wurf ins eiskalte Wasser. Aber er soll sich, nach einhelliger Meinung, ganz gut geschlagen haben!

Das zweite Mal kam etwas Hektik auf, als man beim Einlass feststellen musste, dass sich ehemalige Mitglieder der Kölsche Narren-Gilde über Gästekarten einer bis dato befreundeten Gesellschaft Zutritt verschaffen wollten. Stefan Virnich, Vizepräsident der Kölsche Narren-Gilde, erläuterte uns in einem Telefonat heute Mittag die Situation: „Es handelte sich bei den fraglichen Personen um ehemalige Mitglieder, teilweise sogar ehemalige Vorstandsmitglieder, die nach dem Weggang der Tanzgruppe Höppemötzjer erfolglos versucht hatten, unseren Präsidenten Helmut Kopp zu stürzen. Diese Personen wollten wir auf gar keinen Fall auf unserem Herrenkommers haben und haben diesen deshalb den Zutritt verweigert. Dies haben auch die sechs anderen Gäste der fraglichen Gesellschaft zum Anlass genommen, nicht an unserer Veranstaltung teilzunehmen. Uns lag auch eine Gegeneinladung der fraglichen Gesellschaft vor, deren Teilnahme wir nun ebenfalls abgesagt haben. Bislang hatten wir guten Kontakt zu dieser Gesellschaft, wir gehen mal davon aus, dass sich das nun erledigt hat!“, so Virnich.

Fauth Dance Company

Ungeachtet dieser Problemchen am Rande der Veranstaltung feierte die Kölsche Narren-Gilde einen rundum erfolgreichen Herrenkommers: Mit den Fidele Kölsche startete man in den Abend. Die neu gegründete Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Stäänefleejer“ begeisterte auch am gestrigen Abend wieder die jecken Herren und zeigte eindrucksvoll, was man in so kurzer Zeit auf die Bühne stellen kann, wenn man es nur will! Mit einem hervorragenden Martin Schopps und eingängigen Songs von cat ballou ging es in die Pause – Hämmchenessen war angesagt!

Das Musikkorps Kölner Husaren grün-gelb eröffnete die zweite Abteilung. Swen Kasztan alias „Kölschkracher“ brachte die Herren mit seinem Akkordeon und kölschen Songs zum Mitschunkeln und Mitsingen. Anschließend berichtete der Sitzungspräsident der K.G. „De raderdollen Spritköpp vun 1493 e. V.“ aus seinem Vereinsleben – und Volker Weininger machte den Vereinsnamen wieder einmal alle Ehre! Besonders dem „e. V.“, was bei seinem Verein für „ewig Voll“ steht! Was doch so alles in einen erfahrenen Karnevalisten reingeht. Prost!

Mit Kasalla und den Damen der Fauth Dance Company ging es dann bis fast in den frühen Morgen weiter …

(Hinweis: Danke an den stellvertretenden Pressesprecher der Kölsche Narren-Gilde, Peter Butzon, der uns mit Informationen zu dem Abend versorgt hat, während wir beim Corpsappell der Nippeser Bürgerwehr vor Ort waren …)

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