Altstädter feiern im Gürzenich

Posted By on 10. Januar 2019

Fotos: Jana Hemmersmeier

Die Altstädter Köln haben gestern ihren Korpsappell zum ersten Mal seit langer Zeit wieder im Gürzenich veranstaltet. In den letzten Sessionen hatte der Appell im Pullman-Hotel in der Nähe des Friesenplatzes stattgefunden. „Als wir vor 15 bis 20 Jahren das letzte Mal im Gürzenich waren, war der Verein kleiner und der Saal längst nicht so gut gefüllt wie heute“, sagt der Sprecher der Altstädter Peter Albert Schaaf.

Der Verein feiert zudem ein Jubiläum: Das Musikcorps Köln-Flittard tritt in diesem Jahr unter der Leitung von Christoph Schmitz in der 25. Session für die Altstädter auf. Die Kapelle wird vom eigenen Spielmannszug der Altstädter unterstützt, den Bernhard Röttgers vor neun Jahren mitgegründet hat. Die Altstädter ernannten den ehemaligen Leiter gestern zum Ehrentambourmajor. Heute leitet sein Sohn Oliver Röttgers den Spielmannszug.

Verleihung Festkomitee-Orden

Neben zahlreichen weiteren Ehrungen innerhalb des Vereins zeichnete das Festkomitee Kölner Karneval zwei Vereinsmitglieder aus. Jürgen Schoenenkorb bekam den Verdienstorden des Festkomitee Kölner Karneval in Silber für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Tanzcorps der Altstädter und sein Engagement als Zahlmeister. Zudem ehrte das Festkomitee den Leiter der Kartenkommission Wolfgang Gries, der die Aufgabe seit 1997 übernimmt, mit dem gleichen Verdienstorden. „Ohne das Ehrenamt wäre der Fastelovend nichts“, erklärte Marcus Gottschalk, der für das Festkomitee die Auftritte des Dreigestirns koordiniert. Er verlieh die Orden mit dem Vizepräsidenten des Festkomitees, Dr. Joachim Wüst.

Die Altstädter haben mehrere Mitglieder in höhere Ränge befördert. Unter anderem sind Rolf Mathesius und Josef Busbach in den höchsten Rang des Generals aufgestiegen. Busbach ist bereits seit 62 Jahren Mitglied der Altstädter. Egon Eschweiler und Willi Wirtz wurden zu Generalmajoren ernannt. Acht neue Mitglieder haben nach einer zweijährigen Ballotagezeit ihren Eid abgelegt.

Für Unterhaltung sorgte zu Beginn die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Altstädter „Kölsche Dillendöppcher“. Die Kinder von sechs bis siebzehn Jahren tanzten zu verschiedenen bekannten Liedern. „Wir tanzen in jedem Jahr einen Mottotanz, und haben kein offizielles Kindertanzpaar“, sagt die Leiterin Monika Cöln. Alle Kinder seien auf der Bühne gleich wichtig.

Im Tanzcorps der Altstädter bilden Carina Stelzmann und Philipp Bertram das Tanzpaar. Einen Tanz widmete das Corps dem ehemaligen Tanzoffizier Jürgen Gajewski, der 2018 bei einem Unfall gestorben war.

Der Korpsappell stand unter dem Sessionsmotto „Uns Sproch es Heimat!“. Deshalb hatten die Altstädter den Redner Jupp Menth (Ne kölsche Schutzmann) eingeladen, der seit sieben Jahren Ehrenmitglied des Vereins ist. Er sei einer der einzigen, die auf der Bühne noch wirklich Kölsch sprächen, so Menth. Dem stimmt auch Peter Schaaf zu. „Die Kölsche Sprache ist auch im Verein wichtig“, sagt der Sprecher. „Das gehört zur Kölner Traditionspflege, die steht in unserer Satzung.“

(Text: Jana Hemmersmeier, Studentin an der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft)

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