Domsitzung sammelte am Sonntag wieder Geld für den Dom

Posted By on 30. Januar 2019

Fotos: Andreas Klein

Am vergangenen Sonntag fand zum 23ten Mal die Domsitzung statt, die seit einigen Jahren ihre Heimat im Theater am Tanzbrunnen auf der Schäl Sick – aber trotzdem in Blickweite zur gotischen Kathedrale – gefundet hat. Die Domsitzung stand in all den Jahren für „katholischen, familiären und sozialkulturell unterstützenden Karneval rund um unseren Kölner Dom“ – jedoch achtet niemand wirklich darauf, welcher Konfession man angehört. Und so feiern seit über 20 Jahren Menschen verschiedener Bekenntnisse den kölschen Fastelovend miteinander.

Das Bühnenbild zeigte wieder die Kathedrale, geleitet wurde die Sitzung erstmals von Rudi Meier, welcher die Gäste auf den Nachmittag und die Domsitzung im Allgemeinen vor Beginn der eigentlichen Sitzung einstimmte.

Rote Funken

Mit dem Korps der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. startete man in den Nachmittag. Ralf Knoblich als „Dä Knubbelisch vum Klingelpötz“ erzählte aus dem Leben des Knast-Wachtmeisters und machte sich auch sonst so seine Gedanken um seine Heimatstadt Köln. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“ und die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“ der Große Greesberger K.G. zogen anschließend gemeinsam auf die Bühne des Tanzbrunnen-Theaters. Nach der tänzerischen Darbietung brachte Martin Schopps die Lachmuskeln wieder in Wallung – und erhielt auch hier wiederum Standing Ovations für seinen Vortrag. Mit den Klängen der Hits von „cat ballou“ ging es in die Pause.

Die Brass-Formation „Druckluft“ eröffnete die zweite Abteilung. Die Bläck Fööss hatten mit dem nachfolgenden Künstler abgesprochen, dass man das Programm umstellt und zum Schluß des Auftritts ein leiseres Lied spielt, damit es Jens Singer als „Dä Schofför der Kanzlerin“ bei seinem Redevortrag nicht allzu schwer mit dem Publikum hat. Wie Jens Singer sagte, hat das gut geklappt -die Jecken haben zugehört. Für Singer war das Wochenende übrigens Stress pur – er pendelte zwischen Cottbus, Berlin und Köln mehrfach hin und her: Singer war für die TV-Sitzung des RBB verpflichtet, die in Cottbus aufgezeichnet wurde. Er selbst lebt und arbeitet aber als Regierungsdirektor in Berlin – und tritt als Redner im rheinischen Karneval auf. Nach dem ganzen Hin und Her mit der Fliegerei und Fahrerei rechnete Singer Einnahmen und Ausgaben für das Wochenende gegen – und konnte sich dafür gerade einmal eine Frikadelle leisten! Aber Singer ist halt naturbekloppt und der Spaß an seinem Job als Redner ist ihm wichtiger als das große Geld …

Nach dem Aufzug des Kölner Dreigestirn der Session 2018/2019 übergab der Vorstand des Domsitzung e. V. an den Dompropst Gerd Bachner einen Scheck über 5555 €. Mit dem Geld wird ein großes bronzenes Tastmodell des Kölner Doms für blinde und stark sehbehinderte Menschen finanziert. Mit Guido Cantz und den Paveier ging die diesjährige Domsitzung am frühen Sonntagabend zu Ende …

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