Junge un Mädcher vum Aldermaat feiern in ihrem Gründungsbrauhaus

Posted By on 18. Februar 2019

Foto: Andreas Klein

Im Jahr 1957 wurde der Veedelsverein „Junge un Mädcher vum Aldermaat“ im SION Brauhaus in der Straße „Unter Taschenmacher“ gegründet. Nachdem vor einigen Jahren der Altersdurchschnitt der Vereinsmitglieder immer weiter anstieg und junge Menschen nicht für den Verein zu begeistern waren, stand dieser Karnevalsverein vor dem Aus. Bis vor vier Jahren die Wende kam …

René Sion, Chef des SION Brauhaus, entschloß sich damals dazu, den in dem Brauhaus – welches er heute mit seiner Familie betreibt – gegründeten Verein neues Leben einzuhauchen. Sion, Jungfrau im Dreigestirn der Session 2011, konnte seinen Tollitäten-Kollegen Günter Flüch, Bauer im gleichen Dreigestirn, überreden, gemeinsam den Verein wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Heute können Sion als Präsident der Gesellschaft und Flüch als sein Vizepräsident darauf verweisen, dass sich immer mehr junge Leute dem Verein anschließen. Auch, weil man verkrustete Strukturen bewusst durchbrochen hat!

Und dass die „Junge un Mädcher vum Aldermaat“ wieder zu altem Glanz zurückgefunden haben, zeigte sich auch am gestrigen Nachmittag bei der Fastelovendssitzung im Brauhaus: Der Saal war mit rund 250 Jecken ausverkauft, die Stimmung war hervorragend – und die fleissigen Kellner kamen kaum mit der Essens- und Getränkelieferung für die durchweg bunt kostümierten Jecken hinterher!

Im Programm gab es gute Redner mit „Willi und Ernst“ (Foto) und Annette Eßer als „Achnes Kasulke“ sowie tolle Musikbeiträge mit Miljö, den Rabaue, den Domstürmer und den Krageknöpp (deren Techniker wohl besser mal Baldrian nehmen sollten; fast hätten die Herren eine ältere Dame mit Rollator über den Haufen gerannt, weil diese nicht schnell genug durch die Saaltüre kam …). Die Bühne im SION Brauhaus ist für viele Tanzgruppen ein Graus – doch die Kinder- und Jugendtanzgruppe der „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ sowie die Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde tanzen wohl auch auf einer Briefmarke, wenn es sein müsste. Ebenfalls schön voll auf der Bühne wurde es beim Aufzug der Bürgergarde blau-gold, die aber die Location durch ihren jährlichen Beförderungsappell bestens kennen. Natürlich besuchten auch das Kölner Kinderdreigestirn und das Kölner Dreigestirn die Veranstaltung und besuchten damit auch ihre Vorgänger des Jahres 2011 …

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