Karnevalsverband Rhein-Erft startet traditionell die Session der Vorstellabende

Posted By on 29. September 2019

Am gestrigen Nachmittag startete der Karnevalsverband Rhein-Erft (KRE) in die Session der Vorstellabende. Im Dr.-Hans-Köster-Saal trafen sich, für Karnevalisten am Samstagabend zu sehr früher Stunde, zahlreiche Literaten und Programmgestalter, aber auch Präsidenten und andere Vorstandsmitglieder, der rund 160 Mitgliedsgesellschaften des KRE sowie der Karnevalsgesellschaften aus dem Kölner Norden, um hoffnungsvollen Nachwuchs und alt-bekannte Kräfte mit ihren Programm für die kommende Karnevalssesion 2019/2020 zu erleben.

In einem „unmoderiertem Vorprogramm“ sorgte Timo Schwarzendahl quasi als Eisbrecher für erste Stimmung. Bedingt durch das Verkehrschaos rund um den Veranstaltungssaal (dort wird großflächig die Straße erneuert und eigentlich sollte das schon so gut wie fertig sein, aber wie beim Berliner Flughafen …) bekamen den Auftritt nicht wirklich viele Gäste mit. Man war halt noch auf Parkplatzsuche … zumal der Parkplatz vor dem Dr.-Hans-Köster-Saal durch eine Veranstaltung der Stadt Pulheim belegt war, die dann kurzfristig abgebaut werden musste, damit diese Parkplätze noch frei wurden.

Alle Fotos: Andreas Klein

Richtig los im Programm ging es dann mit dem Auftritt der Ihrefelder Zigeuner. Im Jahr 1965 als “Die Jecke vun d´r Schlachtesinsel“ (angelehnt an die Tatsache, dass die 20 Gründungsmitglieder alle rund um den Kölner Schlachthof wohnten) aus einem Stammtisch heraus gegründet, gehört der Spielmannszug mittlerweile fest zum karnevalistischen Bild in der Domstadt. Bei den großen und kleinen Karnevalsumzügen, aber auch beim Aufzug zu Beginn der „Lachenden Kölnarena“, sind die Zigeuner aus Ehrenfeld immer mit dabei. Musikalisch gibt es kölsche Tön vom Feinsten. Und wer vom Platz her keine der großen Garden auf seine Bühne bekommt, der macht mit den Ihrefelder Zigeuner von 1965 e. V. als Opener einer Karnevalssitzung sicherlich nichts falsch.

Harald Voß

Nach der Begrüßung durch Verbandspräsident Peter Neukirchen und dem Referenten für das Literatenwesen des Verbandes, Jürgen Sender, betrat Harald Voß die Bühne. Wem der Name Voß bekannt vorkommen sollte – Harald Voß ist der Sohn von Walter Voß, der gemeinsam mit seinem Partner Karl Schwitzer in den 80er und 90er Jahren als „Hot un Hötche“ im Karneval erfolgreich war. Während der Vater mehr dem Redebeitrag zugetan war, versucht es der Sohn musikalisch. Hinter dem Pseudonym „Jeck noh Note“ verbirgt sich ein Beitrag, der sicherlich für jede Flüstersitzung in der Region ein Highlight werden könnte. Nur es ist wichtig, dass man Voß, der alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, auch wirklich zuhören kann. Sonst geht der Beitrag leider unter! Besonders das kölsche Krätzje ist hervorragend. Aber, wie geschrieben, auf einer Flüstersitzung mit einem Publikum, welches Zuhören möchte. In Gürzenich, Sartory und Co. – leider keine Chance!

„Der Lange“

Aus dem beschaulichen Eschweiler bei Aachen kam „Der Lange“ Alfred Wings. Auf der Bühne angekommen, erklärt er den Gästen nach einem alten Witz voller Stolz: „Den Witz kannten Sie schon, richtig? Aber ich bringe den in Reimform – und das kannten Sie noch nicht!“ … tolle Leistung! Alte Witze, darunter zahlreiche Witze der alleruntersten Schublade, in eine Reimform packen und das als neuen Programmpunkt „verkaufen“?!? Teilweise ist die Stimme von Wings richtig nervig, wie ein Bohrer beim Zahnarzt. Und dazu diese überflüssigen „Tanzeinlagen“ (kann man das Tanzen nennen?), wenn die „ukrainische Zirkuskapelle“ wieder einmal meint, einen Tusch spielen zu müssen …

A pro po „ukrainische Zirkuskapelle“: Wenn die Redner die Kapelle schon mit den Worten „Eh, kannst Du nicht mal einen Tusch spielen?“ auffordern müssen und der Moderator des Abends, Jürgen Sender, darauf hinweisen muss, dass nun eine Aufbaupause kommt und die Kapelle spielen soll – dann weiß man eigentlich, dass die Kapelle im Karneval neu sein müsste. Falsch gedacht! Mit „Kölsch Ton“ stand eine Kapelle auf der Bühne, die schon seit Jahren im rheinischen Karneval für die Saalunterhaltung zuständig ist. Entweder waren die noch im Sommermodus, oder man hatte von Seiten des KRE vergessen, ausreichend Euro einzuwerfen. 😉 Allerdings: Wenn die Kapelle dann mal spielte, konnte Jürgen Sender sie fast gar nicht mehr stoppen! Da brauchte es manchmal gleich drei oder vier Zeichen in Richtung Bandleader, dass endlich mal Schluß war …

Jedöns

Den nächsten Programmpunkt kündigte Jürgen Sender sinngemäß mit den Worten an: „Sie kommen aus dem gleichen musikalischen Gymnasium wie Querbeat und Druckluft – und sind dort die Lehrer.“ Wenn die Musiker der Band „Jedöns“ aus Bonn die Lehrer von Querbeat und Druckluft sind, dann sind, mit Verlaub, die Schüler aber weitaus besser wie die Lehrer! Die fünf Jungs und die Quotenfrau nennen ihre musikalische Richtung „Skarnevalsbrassrock“, eine Mischung aus „Rock, Ska und Karnevalsmusik mit treibenden Bläserarrengements und Texten in kölscher Sprache“. So weit, so treffend. Die Arrangements der Musik sollten aber nochmal dringend überarbeitet werden. Und der Frontsänger … bei den zahlreichen Talentshows im deutschen TV käme der noch nicht einmal vor die Jury. (Anm.: Die Band hat auf einem USB-Stick, den der KRE an die Presse verteilt hat, vier Songs als MP3 hinterlegt. Wir hatten also die Möglichkeit uns die Songs noch einmal ohne die standardmäßige Übersteuerung im Köster-Saal anzuhören …)

Ne Spätzünder

Frank Friedrichs ist auf den Bühnen des (erweiterten) Rheinlands kein Unbekannter: Friedrichs ist als „Dä kölsche Angler“ (auch bekannt unter dem Spitznamen „De Jummibotz“) schon einige Jahre auf den Bühnen unterwegs. Doch mit den Jahren wurde es in der Angler-Gummi-Hose dem Jeck zu warm. Also musste eine neue Type her! Seit diesem Herbst gibt es also nun „Ne Spätzünder„, denn Friedrichs, Vater von drei Kindern im pubertären Alter, ist so gesehen ein Spätzünder. Und auch die Umstellung der Rede-Thematik vom Vereinsleben des Anglers mit all seinen Facetten zur Beobachtung des Verhaltens seiner pubertierenden Pänz und den Nachbarn in seinem Veedel Köln-Bilderstöckchen (und Köln-Ossendorf) war hier das Beste, was Friedrichs machen konnte. Die Beschreibung des Wandels seines Veedels in den letzten Jahrzehnten und die vorgetragene „Beobachtungsstudie“ der Familie im Ossendorfbad – einfach nur köstlich! Das war keine Steigerung – das war ein karnevalistisches Erdbeben in der Type des jetzigen Spätzünders! Wenn Friedrichs diese Leistung auch in den nächsten Jahren bringen kann, dann warten auch die großen Bühnen Kölns auf den Spätzünder! Und das wird dann ein Feuerwerk!

SCHMITZ

Die nächste Band kündigte Jürgen Sender mit den Worten an: „Bis Aschermittwoch nicht im Karneval zu buchen, aber sonst für jede Veranstaltung buchbar!“ Die Gäste im Saal waren etwas verwirrt – aber als der Frontmann der Band auf die Bühne kam, war klar, warum diese Ansage gemacht wurde: Bis Aschermittwoch 2020 ist F.M. Willizil noch Teil der KölschFraktion mit Peter Horn und Christoph Manuel Jansen. Danach ist die KölschFraktion Geschichte, weil Horn bekanntlich in musikalische Rente geht. Doch F.M. macht weiter, gemeinsam mit seiner Tochter Daniela und Jansen gibt es dann „SCHMITZ„. Und SCHMITZ war unter den Bands heute der absolute musikalische Top-Act! Nicht nur, weil SCHMITZ die bekannten Lieder von F.M. Willizil aus seiner Zeit bei den Höhner spielt – nein, auch die neuen, alten Lieder von SCHMITZ und der KölschFraktion begeistern die Gäste im Saal. Quasi jedes Lied ein Hit. Auch und besonders die leisen Töne.

Eine Besonderheit beim Vorstellabend des KRE ist, dass man Tanzgruppen immer im Doppelpack auf die Bühne holt und jede Tanzgruppe einen Tanz präsentieren kann. So dann auch am gestrigen Nachmittag. Im ersten von zwei Tanzgruppen-Blöcken zeigten die „Original Matrosen vum Müllemer Böötche“ der K.G. Müllemer Junge und das Senioren-Tanzcorps der K.G. „Für uns Pänz“ aus Neunkirchen-Seelscheid ihr Können. Jetzt könnte man durchaus denken, dass die „Senioren“ gegen die Tänzerinnen und Tänzer der Müllemer Junge keine Schnitte hätten … wenn man aber weiß, dass in Neunkirchen-Seelscheid die Tanzgarden „Bambinis“, „Kindergarde“, „Juniorengarde“ und „Seniorengarde“ heißen, ahnt man schon, was da auf die Bühne einzog. In Neunkirchen-Seelscheid ist man halt schon ab 16 Jahren „Senior“! Tänzerisch haben beide Tanzgruppen eine solide Leistung abgeliefert. Die Tanzgarde aus Neunkirchen-Seelscheid war dabei mehr dem Gardetanz verschrieben – und die Müllemer Junge … Köln-typisch halt bis durch die Decke! Abmarsch, Klatschmarsch, weiter im Programm!

Annegret vom Wochemaat

Laut Programmzettel war die nächste Nummer auch eine Tanz-Darbietung – sollte das wirklich so sein, müsste „Et Annegret vum Wochemaat“ noch an den Tanzschritten arbeiten. Als Rednerin war Gabi Elabor jedenfalls, neben dem Spätzünder Friedrichs, am gestrigen Abend einer der Top-Acts! Die Geschichten vom Wochenmarkt, auf dem „et Annegret“ ihre Ware anbietet und die Berichte vom Eheleben mit ihrem „Altargeschenk“ waren nicht nur für ein, zwei Lacher gut. Danach hatte man, ähnlich wie bei Friedrichs, schon ein leichtes Ziehen im Zwerchfell vor Lachen. Schade, dass sich viele Literaten in Köln nicht trauen, so eine Type auf die großen Bühnen zu lassen. Gut, die ersten sieben Reihen im Gürzenich würden bei den teilweise derben Witzen vom Annegret in Ohnmacht fallen. Aber der Rest hätte seinen Spaß! Liebe Literaten, versucht es doch einfach mal!

Palaver

Anschließend stand wieder Musik auf dem Programmzettel: Die Band „Palaver“ erinnert vom Outfit her an die Daltons aus den „Lucky Luke“-Comics. Die gestreiften Ringelhemden suggerieren das dem Betrachter umgehend. Laut Pressemitteilung der Band bietet man eine „Variabilität zwischen coolen Synthies und Gitarren Riffs, mehrstimmigem Chorgesang, Quetsch und eingängigen Texten die zum Tanzen, Mitsingen oder Schunkeln einlädt“. Das, was gestern im Köster-Saal abgeliefert wurde, war jedoch einfach nur laut und übersteuert. Aber dieses Problem hatten, komischerweise bis auf SCHMITZ, alle Bands! Und das Problem gab es auch schon im letzten Jahr. Wie Jürgen Sender uns nach der Veranstaltung in einem kurzen Gespräch mitteilte, waren alle Bands – und auch der Saaltechniker des Köster-Saal – angewiesen, für eine „angenehme Beschalltung“ zu sorgen. Jetzt kann man darüber streiten, wer schuld war. Aber das Einzige, was uns vom Auftritt der Palaver geblieben ist, waren Kopfschmerzen. Leider. (Anm.: Auch diese Band hat auf dem Presse-Stick drei Songs hinterlegt. Diese klingen, entgegen dem Live-Auftritt gestern, durchaus ansprechend. Aber der Artikel hier, soll ja keine CD-Rezension werden, sondern über den Vorstellabend berichten.)

Ruud – die Comedy Show

Mit dem Begriff „Parodie“ war der nächste Auftritt beschrieben: Aus Dinslaken kam Ruud Koedooder mit „Ruud – die Comedy-Show“ (Anm. d. Red.: Wir hätten hier gerne auf die Website verlinkt, diese leitet aber auf ein anderes Projekt des Künstlers um.). Wenn man weiß, das Ruud Koedooder in jungen Jahren mal Teilnehmer bei der „Mini Playback Show“ war, dann versteht man den Inhalt seiner „Comedy-Show“: Verschiedene Kostüme, Schlager-Playbacks – das wars! Und das teilweise noch nicht mal gut. Verpasste Einsätze, weil man die Wege zurück zur Requisitenkiste falsch einschätzt, oder Kleidungsstücke, die einfach nicht halten wollen, sind da noch das kleinste Übel. Wenn man dann noch Gäste von den Stühlen herunterzerrt, diese ungefragt abknutscht oder vor versammelte Jeckenschar kräftig in den Hintern tritt – dann lachen zwar die anderen, aber komisch ist das nicht wirklich. Eigentlich hatte Ruud Koedooder auch eine andere Show geplant, doch der dafür notwendige Techniker war ausgefallen. Also musste ein anderes Programm her. Gut, es gab viele Lacher – auf Kosten Dritter. Aber mit Karneval, Fastelovend oder Fasteleer hatte diese Show nicht wirklich viel zu tun.

Der zweite Tanzgruppenblock musste anschließend vorgezogen werden, weil die eigentlich geplante Band wegen Zeitverzug im Programm und einem anschließenden Auftritt ohne Darbietung wieder abreisen musste. Nun zeigten also das Tanzkorps „Rheinflotte“ der gleichnamige Ehrenfelder K.G. und die Tanzgruppe „Kölsche Harlequins“ der K.G. Alt-Köllen ihr Können. Das Tanzkorps „Rheinflotte“, eigentlich in Leverkusen beheimatet, konnte dabei mit seiner tänzerisch-akkrobatischen Darbietung mehr als begeistern! Die riesige Truppe hatte alles im Griff und bot ein hervorragendes tänzerisches Programm. Bei den „Kölsche Harlequins“ war jedoch der Wurm drin: Den Ersten der wenigen Würfe im Tanz versemmelte man richtig – und nur mit viel Glück konnte sich die junge Dame vor dem harten Aufprall auf dem Bühnenboden retten! Danach wurden die Würfe zwar „aufgebaut“ – aber wohl aus Angst nicht mehr durchgeführt! Liebe Harlequins, das war leider nix!

Woosch un Wööschje

Bereits beim Vorstellabend des „Literarischen Komitee im Festkomitee Kölner Karneval“ in der letzten Session hatten sich „Woosch un Wööschje„, Daniel Thelen und Marco Ages, präsentiert. Dort waren die Beiden quasi der Sehende unter den Blinden. Am gestrigen Nachmittag brachten die beiden Jecken in ihrem Zwiegespräch viele Elemente aus der letzten Session und nur wenig Neues. Trotzdem brachten „Woosch un Wööschje“ eine solide Leistung auf die Bühne des Köster-Saal.

Noch eine kurze Anmerkung am Rande: Es ist eine Unart der Tanzgruppen, dass man nach dem jeweiligen Auftritt und nachdem man auf der Empore im Köster-Saal Platz genommen hat, lautstark anfängt zu plappern! Dieses war bei Auftritt von „Woosch un Wööschje“ wieder Unkollegialität vom Allerfeinsten! Und selbst ein Ruf auf dem Publikum nach Ruhe hielt nicht vom plappern ab! Schämt euch!

Scharmöör

Als letzte Band des Abends betraten „Scharmöör“ die Bühne. Auch hier wieder das bekannte Problem: Das Lied hört sich in der MP3 fantastisch an – live im Köster-Saal nur viel zu laut und übersteuert. Der Köster-Saal ist nunmal annähernd nicht so groß wir Gürzenich, Sartory oder die LANXESS arena. Das muss man beachten, auch wenn man sich an diesen großen Sälen, wo man gerne mal spielen möchte, orientiert. Wie bereits erwähnt, die Lieder der jungen Formation, die sich gerade erst im Sommer diesen Jahres gegründet hat, sind vielversprechend. Wenn da nicht die Lautstärke gewesen wäre … aber daran muss man dann halt, auch in Zusammenarbeit mit dem Back Office, arbeiten.

Nothberger Fanfarentrompeter

Musikalisch war man gestartet, musikalisch ging der Vorstellabend des KRE auch zu Ende, denn aus Eschweiler kamen noch die Nothberger Fanfarentrompeter nach Pulheim. Die Truppe junger Musiker brachte noch einmal schmissigen Sound in den Köster-Saal – und auch diese Gruppe hatte leider mit technischen Problemen, hier einer bösen Mikrofon-Rückkopplung, zu kämpfen. Auch hier stellt man sich die Frage nach der Schuld, wobei die Nothberger-Musiker trotz ihrer jungen Jahre durchaus für ihre Professionalität bekannt sind. (Anm.: Die Nothberger gibt es seit über 60 Jahren. Aber von der Gründungsband ist heute keiner mehr dabei …) Man kennt aus Eschweiler die Eschweiler Fanfaren, man kennt aus dem Dorf an der Düssel die Swinging Funfars … aber die Nothberger sind in Köln und der Region noch etwas unterrepräsentiert. Eigentlich unverständlich, bringen die Jungs und Mädels, mal abgesehen von der einen Rückkopplung, ein solides Unterhaltungsprogramm, welches sowohl in große und kleine Säle und auf kleine und große Bühnen passt. Und 2021 ist eine kurze Session. Warum nicht mal eine andere Eröffnung? Mit den Nothberger Fanfarentrompeter vielleicht?

Beim Vorstellabend des Karnevalsverband Rhein-Erft gab es Licht und Schatten. Bei den musikalischen Darbietungen war größtenteils die Lautstärke – wieder mal – ein Problem. SCHMITZ, die Ihrefelder Zigeuner, die Nothberger Fanfaren und in gewissem Rahmen auch Harald Voß mit seinen leisen Tönen konnten hier begeistern. Die anderen Bands klingen auf MP3 überwiegen gut, live war das aber, gerade auch wegen der Lautstärke, grenzwertig. Bei den Redebeiträgen gab es mit Friedrichs und Elabor wirkliche Top-Kräfte, mit „Woosch un Wööschje“ gutes Mittelmaß zum Zuhören – aber auch Programmpunkte, auf die man hätte verzichten können. Tänzerisch waren, bis auf die Harlequins, die wohl einen schlechten Tag erwischt hatten, die präsentierten Tanzgruppen durchweg sehr gut. Alles in allem konnte der Vorstellabend in allen drei Bereichen Rede, Musik und Tanz den anwesenden Verantwortlichen durchaus buchbare Programmpunkte vorstellen. Und gerade in kurzen Session wie im Jahr 2021 sind solche verstecken Juwele für ein Sitzungsprogramm Gold wert!

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