Kölner Schull- un Veedelszöch verkürzen ihren Zugweg

Posted By on 24. Januar 2020

Auf einer Pressekonferenz, die am heutigen Freitag in den Räumen des Kölner Gürzenich stattfand, erläuterten die „Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums“ einige wichtige Veränderungen bei den Kölner Schull- un Veedelszöch, die am Sonntag, dem 23. Februar 2020, ab 11 Uhr 11 durch Köln ziehen werden. Wichtigster Punkt war die Verkürzung des Zugweges.

„Das Motto dieser Session – Dat Hätz schleiht em Veedel – ist für die Kölner Schull- un Veedelszöch natürlich ein Motto nach Maß!“, so der Vorsitzende der Freunde und Förderer, Bernhard Conin, zu Beginn der Pressekonferenz. Conin wies darauf hin, dass es sich bei den „Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums“ um einen Förderverein handeln würde, der die Kölner Schull- un Veedelszöch organisieren würde: „Wir sind nicht der Dachverband der Veedelsvereine in Köln.“

Seit einigen Jahren gibt es bei den Kölner Schull- un Veedelszöch die Regelung, dass es sowohl im Schullzoch als auch im Veedelszoch, die am Karnevalssonntag durch die Kölner Innenstadt auf dem Weg des Kölner Rosenmontagszug ziehen, eine mengenmäßige Begrenzung gibt: 50 Schulen und 50 Veedelsvereine mit jeweils ca. 60 Teilnehmern dürfen mitgehen. „Hiermit erreichen wir eine Zahl von rund 6.000 Teilnehmer, die von 180 Zugordern aus den Reihen der Freunde und Förderer für die Veedelszöch und den Lyskircher Junge für die Schullzöch begleitet werden. Dazu kommen noch rund 1.000 Musiker in Spielmannszügen und Musikkapellen.“, so Conin weiter.

Zugleiter Willi Stoffel erläuterte dann die Veränderungen des Zugweges für 2020: „Wer sich einmal die Auflösung der Kölner Schull- un Veedelszöch angesehen hat, der weiß, dass der lange Zugweg für die Kinder eine Strapaze ist. Wir haben auch Kindergartenkinder dabei, die sind nach dem Zug fix und fertig.“, so Stoffels. Aus diesem Grund wird der Zugweg für den Kölner Schull- un Veedelszoch 2020 um rund 900 Meter verkürzt: Auflösung ist nun auf der Straße „An den Dominikanern“ auf Höhe der Straße „Stolkgasse“. Die restliche Wegstrecke (Unter Sachsenhausen – Kattenbug – Zeughausstraße – Mohrenstraße) entfällt. „Auf dieser Strecke sind keine Tribünen mehr und dort standen auch so gut wie keine Zuschauer.“, so Stoffel weiter. Der verkürzte Zugweg hätte auf für die Anwohner des Gereonsviertel den Vorteil, dass diese zumindest am Karnevalssonntag ihr Veedel frei befahren dürften.

Dr. Philipp Hoffmann, seit November 2019 neuer Geschäftsführer der „Freunde und Förderer“, erläuterte eine weitere Neuerung bei den „Zöch“: Bislang wurden für die Teilnehmer der Veedelszöch im Rahmen der Schull- un Veedelszöch drei Preiskategorien vergeben – Wagengruppe, Fußgruppe und Originalitätspreis des Festkomitee. Dieses ändert sich mit der Session 2020, weil die Wagengruppen immer weniger wurden – daher entfällt diese Kategorie. Nach Beratungen mit dem Festkomitee Kölner Karneval und den beteiligten Veedelsvereinen gibt es nun drei neue Kategorien: Originalitätspreis der Freunde und Förderer, Kostümpreis der Freunde und Förderer und einen neuen Preis des Festkomitee Kölner Karneval. Für den Originalitätspreis wird das Gruppenmotto und dessen Umsetzung bewertet, dieses kann dann auch zum Beispiel einen Festwagen mit einbeziehen, aber auch Handwagen, Fahrräder, Rikschas und so weiter. Beim Kostümpreis stehen die Gestaltung der Kostüme und die Verwendung besonderer Materialien – auch im Bezug auf das Motto der Gruppe – im Vordergrund.

In den Regeln zu den beiden neuen Preisen ist auch festgelegt, dass ein Verein nur einen der Preise gewinnen kann; sollte ein Verein in beiden Rubriken vorne liegen, wird geschaut, in welche Kategorie dieser Verein die meisten Punkte erhalten hat – und dieser Preis wird dem Verein zugesprochen. Der Preis in der anderen Kategorie geht dann an den Zweitplatzierten. Zusätzlich vergibt das Festkomitee Kölner Karneval einen neuen Preis, dafür hat man den Originalitätspreis an die Freunde und Förderer abgegben. Der Preis des Festkomitee ist zukünftig „Der goldene Lappenclown“.

Abschließend wies Zugleiter Willi Stoffel auf die Unterstützung einiger Korpsgesellschaften und einer Komiteegesellschaft für die Schull- un Veedelszöch hin: Die Prinzen-Garde Köln, die EhrenGarde der Stadt Köln und die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. stiften seit einigen Jahren den drei Preisträgern der Schull- un Veedelszöch jeweils das Wurfmaterial für Rosenmontag. Die Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e. V., die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, wird nachhaltig zwei Schulen und einen Veedelsverein bei den Schull- un Veedelszöch fördern. Das Gleiche macht auch die Große Kölner K.G., die mit der Kölner Klutengarde (deren Vorstand sich in den letzten Monaten stark verjüngt hat), der Förderschule Thymianweg und der Katholischen Grundschule Fußfallstraße ihre Patenkinder bereits bei der heutigen Pressekonferenz vorstellen konnte.

Abschließend unterstrich Bernhard Conin, dass die Freunde und Förderer – neben der Organisation der Kölner Schull- un Veedelszöch – weitere 70 bis 80 Schulen bei den Veedelszöch in den Kölner Vororten unterstützen und auch die Durchführung von St.-Martins-Umzügen zur Förderung durch den Verein gehört. Petra Vianden vom Schulamt der Stadt Köln gab zu Bedenken, dass es in Köln rund 300 Schulen gibt, von denen einige aus sozialschwachen Veedeln stammen – hier gäbe es weiteres Potential zur Förderung im Bereich Brauchtum.

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