Große Dünnwalder K.G. führt Bonpflicht auf Sitzung ein

Posted By on 17. Februar 2020

Fotos: Andreas Klein

Am frühen Samstagabend startete die Große Dünnwalder K.G. „Fidele Jonge“ in ihre traditionelle Kostümsitzung in der Stadthalle Köln-Mülheim. Gleich zu Beginn fiel den bunt kostümierten Gästen im Saal eine alte Registrierkasse auf der Bühne auf. Warum diese Registrierkasse da stand, war witzig – der eigentliche Hintergrund ist es weniger …

Bon für koelsche-fastelovend.de

Wie bekannt sein dürfte, gibt es seit 1. Januar 2020 die so genannte Bonpflicht: Wer etwas in einem Laden kauft, hat einen rechtlichen Anspruch darauf, einen Beleg für diesen Kauf zu erhalten – im Volksmund „Bon“ genannt. Das gilt selbst für ein Päckchen Streichhölzer im Kiosk oder ein Brötchen beim Bäcker! Und da sich das Treiben auf der Bühne der Stadthalle vor dem „Fidele Büdche em Veedel“ abspielt, wollte die Große Dünnwalder K.G. natürlich nichts riskieren – und wollte der Bonpflicht ebenfalls nachkommen.

Dass das natürlich eine überspitzte Darstellung der wahnwitzigen Idee der Bonpflicht war, dürfte jedem klar sein. Aber die Dünnwalder Jecken haben sich da wirklich etwas einfallen lassen: Jeder Künstler erhielt einen jeweils extra gestalteten Bon überreicht (im Foto sieht man Sitzungleiter Wilfried Wingensiefen mit dem „Bon“ für das Kölner Dreigestirn). Doch nicht nur die Künstler AUF der Bühne bekamen einen individuell gestalteten Bon überreicht, sondern auch die Künstler VOR der Bühne …

Kölner Dreigestirn bei den Fidele Jonge

Den ersten Bon des Abends erhielt übrigens das Kölner Dreigestirn mit Prinz Christian II., Bauer Frank und Jungfrau Griet. Die drei Narrenherrscher überraschten aber auch jemanden aus der K.G., denn Literat Harald Sagner erhielt neben der Prinzenspange auch eine Urkunde des Dreigestirns für seine ehrenamtlichen Verdienste für den Verein: Sagner ist seit 28 Jahren Literat der K.G. und dabei immer im Hintergrund der Sitzungen tätig. Er ist bekannt dafür, dass er zu allen Künstlern ein gutes Verhältnis hat – ganz gleich ob Jung- oder Altstars. Im Gegenzug erhielten die Tollitäten von den „Fidele Jonge“ jeweils das „Fidele Steckpääd“ überreicht, eine Auszeichnung, die es nur bei den Dünnwalder Jecken gibt.

Weitere Bons erhielten an dem Abend für ihre gelungenen witzreichen Vorträge Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“, Martin Schopps, Bernd Stelter und Bauchredner Klaus Rupprecht mit seinem vorlauften Affen „Willi“. Einen Bon für ihre hervorragenden musikalischen Beiträge gab es für die Höhner, die Räuber, Miljö, die Paveier, JP Weber mit King Size Dick und den Tanz- und Musikzug „Die Domstädter“ mit den Freunden der „Rhine Power Pipe Band“. Für ihre tänzerische Leistung bekamen die „Hellige Knäächte un Mägde“ natürlich auch einen Bon …