Prunksitzung der Höhenhauser Naaksühle

Posted By on 31. Januar 2015

Fotos: Christiane Lucas

Furioses Opening bei der heutigen Prunksitzung der Höhenhauser Naaksühle im Mülheimer Gürzenich, der Stadthalle am Wiener Platz: Beim Einzug des Elferrates trugen zwei Elferratsmitglieder den Sitzungsleiter Eric Schroth auf ihren Schultern in den Saal – doch Schroth war heute nicht der Eric, sondern die Helene … eine „etwas dickliche“ Helene F., die sich durch den Wurfmaterial-Vorrat ihres Liebsten Florian S. gefuttert hatte. Und deshalb figurmäßig eher an Hella von Sinnen erinnerte (Foto) …

Nach diesem furiosen Start, bei dem Schroth den Hit „Atemlos“ mit einem auf die Naaksühle abgewandelten Text zum Besten gab, zeigte die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Ühlepänz“ ihr Können. Das Kölner Dreigestirn, kurz vorher in Flittard eine Stunde gefeiert, machte auch den Nachbarn aus Köln-Höhenhaus seine Aufwartung. Hierbei erhielten die Tollitäten einen Scheck in Höhe von 400 € für den von den Narrenherrschern gegründeten Verein „Lachende Hätze e. V.“ (Fotos unten). Anschließend sorgte Fritz Schopps als „Et Rumpelstilzje“, der Altmeister der Reimrede, für Lachsalven im Saal. Die Micky Brühl Band, De Labbese und Jürgen Beckers als „Ne Hausmann“ komplettierten die erste Abteilung.

Nach der Pause zog der Elferrat mit dem Tanzkorps „Kölner Rheinveilchen“ in den Saal ein. Die Tänzerinnen und Tänzer zeigen auch in dieser Session wieder eindrucksvoll, warum man zu den Top-Tanzcorps im Kölner Karneval gehört und weit über die Grenzen Kölns hinaus für karnevalistische Veranstaltungen gebucht wird. Die Kölsch Fraktion sorgte mit ihren Hits für Schunkelstimmung. Martin Schopps brachte mit seinen Geschichten aus dem Leben eines Lehrers die Jecken zum Lachen. Die 3 Colonias parodierten zu aktuellen Hits und bekannten Schlagern. Die Showtanzgruppe der Große Porzer K.G. „Rot-Weiss“ und Bruce Kapusta komplettierten das Programm des heutigen Abends.

Die Prunksitzung der Höhenhauser Naaksühle ist übrigens auch bei gehörlosen Menschen beliebt. Nach der Premiere im letzten Jahr musste die Anzahl der Plätze für diese Besucher verdoppelt werden – und die Karten waren schnell weg. Der Grund hierfür sind die Gebärdendolmetscher der „Loor Ens GbR“, die neben Moderation und Redebeiträgen auch die Texte der Lieder für die Gehörlosen übersetzen. Bei rund fünfeinhalb Stunden Programm ist das Schwerstarbeit, weshalb sich die Gebärdendolmetscher auch abwechseln. Pressesprecherin Christiane Lucas kündigte bereits an, dass man dieses Engagement auf jeden Fall beibehalten – vielleicht sogar noch einmal etwas ausbauen – wird. Da werden sich die gehörlosen Jecken aber sicherlich freuen …

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