tärää – die neue kölsche Jugendparty

Posted By on 27. Mai 2015

Foto: Andreas Klein

Foto: Andreas Klein

35 Jahre lang hat es sie gegeben, die Kölsche Jugendparty mit dem Namen Tärää. Verschiedene Locations, und seit dem Beginn des Umbaus der Flora im Theater am Tanzbrunnen. Die vielen Jahre war es eines der Aushängeschilder des Kölner Festkomitees. Und es verwunderte schon ein bisschen, dass das FK diese Veranstaltung auf einmal aufgeben wollte. Immerhin gab sich nicht nur das Kölner Dreigestirn die Ehre, sondern sämtliche TOP-Musikgruppen, Redner und Tanzgruppen.

Vielleicht war es Zufall, dass sich diese vier Gesellschaften trafen, um etwas „Gemeinsames“ auf die Beine zu stellen. Als man hörte, dass das FK diese Veranstaltung nicht mehr durchführen wollte, waren sich die vier Präsidenten Ralf Schlegelmich, Jürgen Oberbörsch, Helmut Kopp und Achim Kaschny schnell einig: eine solche einmalige Jugendparty mit rd. 2.000 Gästen darf nicht sterben.

Die Gesellschaften fassten den Beschluss, es erst einmal zu versuchen, ob es möglich ist, ohne großen Vorlauf die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein Arbeitsteam jeweils aus den Geschäftsführern bzw. Orgateamleitern traf sich regelmäßig und es gab Absprachen, wer wann was übernimmt. Das Programm war erst einmal das Wichtigste. Schnell hatten sich Brings, Domstürmer, Cat Ballou, Kasalla und viele mehr zum Auftritt bereit bereit erklärt. Aber das Tolle war, dass ausnahmslos alle für die Jugendparty ohne Gage auftreten wollten. Auch die Bands hatten die Bedeutung dieser Jugendveranstaltung verstanden.

Nun ging’s an die Werbung. Hier bedienten sich die Organisatoren der modernen Medien: eigene Website, facebook und schnell waren rund 1.800 Karten an Jugendliche verkauft. Die Gesellschaften achteten bei ihrer Promotion schon darauf, dass Jugendliche angesprochen wurden. Denn dies sollte keine Veranstaltung „altgewordener ehemaliger Jugendlicher“ sondern echt für junge Leute sein.

Die Gesellschaften, im ersten Jahr vorrangig die „Ostermänner“ legten sich schwer ins Zeug. Bis hin zu den Getränken im Künstlerbereich wurde alles mit Bordmitteln organisiert, um den Kostenrahmen möglichst klein zu halten.

Die Veranstaltung, wie immer am Karnevalssonntag, war ein voller Erfolg. Die Bands und Künstler kamen pünktlich und in super Stimmung. Stolz waren alle auch auf Bernd Stelter, der vom ersten Tag an dabei war. Selbst die mehr als sechsstündige Moderation wurde von Jugendlichen der Gesellschaften übernommen. Michael Budi (Original Kölsch Hänneschen) und Alexander Kaschny (Kammerkätzchen und Kammerdiener) hatten beide schon ausreichend Bühnen- und entsprechende Leitungserfahrung.

Die Gäste waren toll drauf, sehr harmonisch und es gab keinerlei Zwischenfälle. Bis auf den Sturm, der kurz vor Beginn das Zelt vor dem Künstlereingang wegfegte, alles gut.

Wichtig war uns, dass keine einzige Ehren- oder Freikarte vergeben wurde. Und selbst die Vorstandsmitglieder der vier Gesellschaften und Organisatoren im Hintergrund mussten ihre Eintrittskarten käuflich erwerben.

So können wir heute stolz berichten, dass nach Abzug der Aufwendungen für Security, Saalmiete, Technik ein Gesamterlös von knapp 7.000 € übrig geblieben ist. Die vier Gesellschaften haben sich schnell darauf verständigt, dieses Geld dem Kölner Dreigestirn mit seinem Verein „Läächende Hätze“ für ein Leseprojekt zur Verfügung zu stellen.

Und so sind wir mächtig stolz, heute alle drei, Prinz Holger I. (Holger Kirsch), Bauer Michael Müller und Jungfrau Alexandra (Sascha Prinz) hier und heute bei uns begrüßen zu können.

Wir danken vor allem auch den anwesenden Bandmitgliedern, dass sie auch heute zeigen, wie wichtig ihnen die Aufrechthaltung dieser Jugendparty ist.

Wir können jetzt schon sagen: Karten gibt’s für 11 € für Karnevalssonntag, 7. Februar 2016.

(Quelle: Pressemitteilung des „Roten Kartells“)

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