Blaue Funken auf der Suche nach dem Urfunk erfolgreich

Posted By on 28. Januar 2017

Foto: Andreas Klein

Auf die Kostümsitzung der Blauen Funken im Festsaal des Maritim Hotel hatte sich heute hoher karnevalistischer Besuch geschlichen: Das Prinzenpaar der Stadt Velbert, Christian II und Natalie I, feiertem mit den restlichen knapp 1.600 bunt kostümierten Jecken im Saal. Die beiden Tollitäten aus dem Bergischen Land waren von ihrer Adjudantur überrascht worden: „Wir wussten nicht, wo uns unser Termin heute hinführt. Es war ein Überraschungstermin für uns. Aber jetzt sind wir begeistert! Das ist megageil!“, so eine sichtlich glückliche Natalie I im Gespräch mit uns. Begleitet wurde das sympathische Prinzenpaar von einem Adjudanten und einem Mitglied der Kölner Narren-Zunft, der die Narrenherrscher in die Gepflogenheiten des Kölner Karnevals einführte – denn in Velbert ruft man bekanntlich „Helau!“ und nicht „Alaaf!“.

Beim Aufzug der Kölner Funken Artillerie blau-weiß konnten die beiden Tollitäten das „Alaaf!“ dann schon einmal kräftig üben. Als wir beim Auftritt der Höhner die Aussprache der Tollitäten überprüft haben, klang das schon ganz passabel! Im Laufe der ersten Abteilung mit Bauchredner Klaus Rupprecht („Klaus & Willi“), Kasalla und dem Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett gab es noch reichlich Zeit zum Perfektionieren für die Beiden.

Nach der Pause besuchten die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V. ihre Abkömmlinge, denn die Blauen Funken haben sich im Jahr 1870 von den Roten Funken abgespalten, was diese auch auf ihrem diesjährigen Sessionsorden persifliert haben. Das eigentlich Historische an diesem Abend ereignete sich jedoch ein paar hundert Meter weiter im Sartory zur Echt Kölsch-Sitzung der Roten Funken, deren zweite Abteilung durch das Korps der Blauen Funken eröffnet wurde: Der Urfunk begleitete seine Pänz zum Auftritt!

Fotos: Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V., Michael Nopens / Knut Walter

Währenddessen füllten auch die Roten Funken im Maritim Hotel die Bühne und direkt zu Beginn musste sich der neue Senatspräsident der Blauen Funken Lutz Schade in ihre Reihen begeben – ganz ungewohnt ohne Säbel, aber mit Knabüs! Vor wenigen Tagen noch während des Regimentsexerzieren der Roten Funken an gleicher Stelle zum Ehren-Funke-Hauptmann der Reserve befördert, hatte doch die Urkunde dazu ihren Weg nicht in seine Hände gefunden. Aber es wären nicht die Roten Funken, wenn man die Urkunde dann einfach übergibt – er musste sie sich schon verdienen – Wibbeln und Funkentanz einmal anders, aber er hat es geschafft.

Lutz Schade beim Wibbeln

Die Blaue Funken-Aktion im Sartory wurde bildlich auf einer Leinwand gezeigt und von Sitzungsleiter Björn Griesemann erläutert. Anschließend erhielten die Roten Funken als Dank für ihren Besuch – und natürlich mit einem Augenzwinkern und dem Hinweis auf die gelungene Darstellung des Mottos auf dem Orden – 300 Tafeln Schokolade als Wurfmaterial für den Rosenmontagszug für ihre Pänz – natürlich in Blaue Funken-Aufmachung!

Mit Guido Cantz, BRINGS, Bernd Stelter und den Paveier feierte man nach dieser funken-typischen Einlage noch weiter bis in den frühen Morgen hinein. Und das Prinzenpaar der Stadt Velbert wird sich an dieses Highlight ihrer Amtszeit sicherlich noch lange erinnern. (Und falls nicht: Ihr könnt es hier dann immer wieder nachlesen!)

(Mit Material aus einer Pressemitteilung der Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e. V.)

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