Rote Funken feiern „echt kölsch“ im Sartory

Posted By on 28. Januar 2017

Foto: Andreas Klein

Was eine echte kölsche Sitzung ausmacht, ist eigentlich schnell erklärt: Mindestens ein Korpsaufzug, mindestens eine Tanzgruppe, das Kölner Dreigestirn – und auch mal deftige und leisere Töne sowie ein Publikum, welches sich eben genau auf dieses kölsche Programm einlassen möchte. Die Roten Funken haben seit einigen Jahren ein solches Format mit ihrer „Echt Kölsch“-Sitzung im Programm – und der ausverkaufte Festsaal der Sartory-Betriebe zeigte, dass es ein passendes Publikum für ein solches urkölsches Sitzungsformat gibt.

Und auch das gastronomische Angebot spielt mit: Kölsch aus Pittermännchen sowie deftig-kölsche Speisen vom „kölsche Foder-Teller“ sorgen mit dafür, dass sich die Jecken heimisch fühlen. Es muss nicht immer „suure Hungk“ oder der Käse-Igel sein! Optisch sorgten die Roten Funken auch noch für ein Highlight: An die jecken Gäste wurden 1.500 LED-Leuchtstäbe verteilt, welche den Sartory am heutigen Abend mehrfach in ein rotes Lichtermeer verwandelten.

Mit dem eigenen Korps, schmissiger Musik und einem tollen Tanzpaar startete man in den Abend. Für die leiseren Töne sorgte gleich danach Wicky Junggeburth mit seinen Couplets. Jörg Runge als „Dä Tuppes vum Land“ brachte den Saal mit seiner Reimrede so zum Lachen, dass anschließend die Lachmuskeln schmerzten. Das Kölner Dreigestirn durfte, wie oben bereits erwähnt, natürlich nicht fehlen. Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“ machte seinem Unmut in seiner unnachahmlichen Art und Weise Luft, als er eine Dame in der ersten Reihe beim „Whats appen“ mit dem Handy erwischte: „Jetzt schreibt ihr Euch bestimmt gegenseitig, wie toll es auf der jeweiligen Sitzung ist – dabei bekommst Du gar nix mit, weil Du auf deinem Handy am tippen bist! Ich stehe übrigens hier direkt vor Dir!“ Der Saal lachte, ein Kopf wurde knallrot – und Präsident Heinz-Günther Hunold feierte mit seinem Elferrat die Schlagfertigkeit vom Büttenclown Metzger. Die Räuber hatten anschließend garantiert die Aufmerksamkeit des gesamten Saales.

Fotos: Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V., Michael Nopens / Knut Walter

Nach der Pause zog das Korps der Blauen Funken in den Saal ein – und brachte einen besonderen Gast mit: Den Urfunk! Nachdem die Blauen Funken den diesjährigen Sessionsorden der Roten Funken gesehen hatten, der in wunderschöner und intelligenter Weise das Sessionsmotto “Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck“ darstellt, indem er einen Roten Funk zeigt, der einen Kinderwagen mit zwei Pänz der Blauen Funken und der Prinzen-Garde schiebt und ihnen Kamelle gibt, begaben sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln zurück ins 19. Jahrhundert und fanden ihn tatsächlich: den Urfunk! Bei erster Gelegenheit musste dieser natürlich den “Eltern“ präsentiert werden und so verpflichteten sie den Urfunk (dargestellt von Blaue Funken-Mitglied Toni Henseler), sie bei ihrem Auftritt im Sartory zu begleiten. Schwerlich bahnte er sich seinen Weg bis zur Bühne und belehrte dann den Blaue Funken-Korpskommandanten Thomas Klinnert, welche Unterschiede es zwischen den Roten Funken und ihren Pänz gibt, damit dieser dann auch die richtigen Kommandos geben konnte. Ein reichlich überraschter Elferrat mit Rote Funken-Präsident Heinz-Günther Hunold an der Spitze lauschte interessiert den Weisheiten des Urfunk.

Währenddessen liessen die Roten Funken im Maritim Hotel den neuen Senatspräsidenten der Blauen Funken Stippeföttche tanzen. Mit Martin Schopps, den Bläck Fööss, dem Tanzcorps der K.G. Sr. Tollität Luftflotte und Kasalla gingen die Feierlichkeiten auch hier bis in den frühen Morgen.

(Mit Material aus der Pressemitteilung der Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e. V.)

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