Jecken fliegen für Sitzung der Große Allgemeine K.G. extra aus Mallorca ein

Posted By on 27. Januar 2018

Fotos: Andreas Klein

Dass der Kölner Karneval auch ein Export-Schlager ist, ist den wenigstens Jecken bekannt. Doch viele Rheinländer, die es meistens aus beruflichen Gründen in die Welt hinaus getragen hat, halten auch fern der Heimat am kölschen Brauchtum fest – das merken auch wir, denn ein großer Teil unserer Leser kommt nicht aus Deutschland, sondern z. B. aus den USA, Neuseeland, Südafrika und aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – oder aus Spanien, wo sich in der Region um Calpe und auf Mallorca zahlreiche Deutsche niedergelassen haben. Aber in Europa sind die Wege ja kürzer als in den Rest der Welt, und deshalb hatten sich vier Jecken aus Mallorca aufgemacht, um bei der Große Allgemeine K.G. eine Karnevalssitzung live zu erleben.

Guido Cantz

Beim Einmarsch in den Saal führte der Bellejeck, der in dieser Session seine 10jährige Wiedergeburt feiert, den Elferrat und das Korps der K.G. Treuer Husar blau-gelb in den großen Festsaal der Sartory-Betriebe an der Friesenstraße. Nach der tänzerischen und musikalischen Darbietung des Korps sorgte Guido Cantz, der sein Programm bereits für die begonnenen Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD aktualisiert hatte, für Lachsalven. Ihm gleich taten es im weiteren Verlauf des gestrigen Abends Christian Pape und sein Keyboard Dr. Bimmermann sowie Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“. Den musikalischen Part des unterhaltsamen Abends bestritten die Paveier, Kasalla und „Kuhl un de Gäng“. Für die tänzerischen Darbietungen waren neben der Kinder- und Jugendtanzgruppe „GA Flöhe“ das Tanzcorps „Colonia Rut-Wieß“ der Schlenderhaner Lumpe engagiert. Und das Kölner Dreigestirn der Session 2018 kam zu Beginn der zweiten Abteilung, um seine Amtskollegen, das Prinzenpaar des TV Rönkhausen und das Prinzenpaar aus Eupen, welches mit Hofstaat und Festkomitee-Präsident angereist war, zu begrüßen.

Für die Künstler gab es auch am gestrigen Abend – neben dem Sessionsorden der Gesellschaft – den schmackhaften „Flönzorden“ aus dem Hause „GS Schmitz„, der unter den Karnevalisten heiß begehrt ist. Und für die Jecken im Saal gab es auch in diesem Jahr wieder „Kölsch vom Faß“ im Sartory. In der letzten Session hatten die Sartory-Verantwortlichen bei der Große Allgemeine K.G. dies zur Probe eingeführt – mit durchschlagendem Erfolg, denn in diesem Jahr mussten die Verantwortlichen erst gar keine Überzeugungsarbeit mehr leisten.

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