Kölsche Funkentöter ernennen Wolfgang Bosbach zum Ehrenbrandmeister

Posted By on 18. November 2018

Fotos: Andreas Klein

Die Fußgänger blieben verwundert stehen, als am gestrigen Samstagnachmittag gleich zwei Fahrzeuge der Kölner Berufsfeuerwehr an der Ülepooz parkten und die große Drehleiter zum Einsatz fertig gemacht wurde – doch es war kein üblicher Einsatz: Die Kölsche Funkentöter, das Traditionscorps der Kölner Berufsfeuerwehr, hatte zur Ernennung des neuen Ehrenbrandmeisters für die Session 2018/2019 geladen.

Noch bevor der neue Ehrenbrandmeister eintrag, wurden schnell ein paar Gruppenfotos geschossen. Kurz vor Ende der Fotosession traf dann auch die Hauptperson des heutigen Tages ein – und wurde gleich in den Kreis seiner neuen Kameraden fotografisch aufgenommen.

Mit Wolfgang Bosbach, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker nicht nur im Rheinland, fiel die Wahl in diesem Jahr auf jemanden, der in seiner politischen Laufbahn es nicht jedem Recht machen konnte – gerade auch, weil er immer die Position vertrat und auch heute noch vertritt, die er selbst für richtig erachtet. Auch gegen Widerstände aus seiner eigenen Partei.

Zu Ehren von Bosbach waren zahlreiche Ehrenbrandmeister der letzten Jahre zur Verleihung gekommen, darunter Tom Buhrow (Ehrenbrandmeister 2017/2018) und Ludwig Sebus. Buhrow hielt dann auch die Laudatio auf den neuen Ehrenbrandmeister. Traditionell erhält der neue Ehrenbrandmeister den ersten Sessionsorden der Kölsche Funkentöter der neuen Session. Neben dem karnevalistischen Funkentöter-Krätzchen erhielt Bosbach aus den Händen von Michael Spohr, Präsident und 1. Vorsitzender der Kölsche Funkentöter, auch einen Ehrenbrandmeister-Feuerwehrhelm der neuen Generation. Wegen der kühleren Temperaturen – und der Tatsache geschuldet, dass Bosbach nicht direkt aus dem Kölner Stadtgebiet kommt – erhielt Bosbach zusätzlich den Schal der Kölsche Funkentöter. Tochter Viktoria, die ihre Mutter am gestrigen Nachmittag vertrat, erhielt den Damenorden der Gesellschaft und ebenfalls den Schal sowie einen Blumenstrauß zur Weitergabe an ihre Mutter. Bosbach bedankte sich für die Ehrung: „Ich bin glücklich, endlich mal einem Berufsstand angehören zu dürfen, der von der Bevölkerung sehr geschätzt wird. Als Politiker und Rechtsanwalt ist das ja immer so eine Sache …“

Nachdem Wolfgang Bosbach zum Ehrenbrandmeister ernannt war, intonierte Ehrenbrandmeister Ludwig Sebus das „Feuerwehrlied“. Anschließend duften Wolfgang Bosbach und Tochter Viktoria, begleitet vom Chef der Kölner Berufsfeuerwehr, Johannes Feyrer, mit der Drehleiter auf knapp 30 Meter Höhe bei strahlendem Sonnenschein einen Blick auf die Stadt werfen. Abschließend lud Bosbach seine Kameraden im die Räumlichkeiten der Kölsche Funke rut-wieß in der Ulrepforte zu einem Umtrunk mit Häppchen ein …

 

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