„Grandseigneur des Kölner Karnevals“Ludwig Sebus eröffnete die traditionelle Karnevalsausstellung in Köln über sein Lebenswerk

Posted By on 25. Januar 2019

Foto: Sparkasse KölnBonn

Sichtlich gerührt eröffnete am heutigen Freitag Ludwig Sebus, begleitet von Angehörigen und Freunden, die diesjährige Karnevalsausstellung der Sparkasse KölnBonn über sein Leben und Wirken, um dann auch gleich wieder in seinen lockeren Humor, gepaart mit einem Schuss gehöriger Selbstironie, überzugehen: „Du siehst hier an jeder Ecke einen, und dann ist man’s selber. Ich habe Vergleiche nur zu ziehen mit Hollywood…“

Sparkassenvorstand Rainer Virnich begrüßte den 93-jährigen „Grandseigneur des Kölner Karnevals“ aufs Herzlichste, ebenso Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, bevor Ludwig Sebus einen Medley seiner größten Hits zum Besten gab.

Die diesjährige Karnevalsausstellung der Sparkasse KölnBonn in der Filialdirektion Hahnentor ist dem karnevalistischen Urgestein gewidmet. Ludwig Sebus ist seit Jahrzehnten als Krätzchensänger bekannt und gilt als brillante Verkörperung des Kölner Lebensgefühls. Diesem Lebensgefühl und Heimatbewusstsein hat er schon in der Karnevalssession 1954/55 mit seinem Lied „Jede Stein in Kölle es e Stöck von dir“ Ausdruck verliehen. Viele weitere Erfolge sollten folgen mit Liedern wie „Schön bruchste hück nit uszesinn“, „D’r Decke Pitter“, „Kölle bei Naach“, „Och Verwandte, dat sin Minsche“, „Et Rheinpanorama“ (Luur ens vun Düx noh Kölle, vum Zauber bes do platt). Seinen ersten Plattenvertrag erhielt er 1962.

Ludwig Sebus textete und komponierte mehr als 250 Lieder, darunter auch für viele andere Künstler, sowie Jubiläumslieder und Märsche für das Festkomitee Kölner Karneval und Karnevalsgesellschaften. Trotz aller Erfolge: Um unabhängig vom Karneval und den bis zu 300 Auftritten in der Session zu bleiben, ging Ludwig Sebus bis zum Ruhestand 1990 seiner Berufstätigkeit nach.

In der Ausstellung bei der Sparkasse KölnBonn sind Erinnerungsstücke aus Ludwig Sebus Lebenswerk zusammengetragen. Viele der Schätze hat der Senior des Kölner Karnevals mittlerweile dem Karnevalsmuseum anvertraut. Zu sehen sind zum Beispiel neben Fotografien und einem Teil seiner 101 Auszeichnungen die Mütze, die er aus russischer Kriegsgefangenschaft mitbrachte, außerdem Vinyl-Singles aus den 1960er Jahren, Notenblätter und Liedtexte, ein Schreiben von Konrad Adenauer, eine Einladung zum Weltwirtschaftsgipfel 1999 und eine Urkunde von Papst Benedikt XVI. Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar 2019 zu sehen. Das Festkomitee Kölner Karneval unterstützt traditionell die Karnevalsausstellung.

(Quelle: Pressemitteilung der Sparkasse KölnBonn)

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