Kölsche Funkentöter ernennen Pfarrer Franz Meurer zum Ehrenbrandmeister 2020

Posted By on 25. November 2019

Fotos: Andreas Klein

Am gestrigen Totensonntag, dem letzten Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit dem letzten Sonntag des offiziellen Kirchenjahres, feierte man in der Pfarrei St. Theodor und St. Elisabeth in Köln-Vingst einen ganz besonderen Gottesdienst. Neben den Gemeindemitgliedern feierten auch der Kölner Karnevals-Verein „UNGER UNS“, der Männerchor Kölner Bäcker (welcher den Gottesdienst auch gesanglich begleitete) sowie das Traditionscorps der Berufsfeuerwehr Köln, die Kölsche Funkentöter, diesen besonderen Gottesdienst zu Ehren von Pfarrer Franz Meurer, dem neuen Ehrenbrandmeister der Kölsche Funkentöter.

Pfarrer Franz Meurer ist weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt; der 1951 in Köln geborene Meurer ist seit 1992 Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Theodor und St. Elisabeth. In seiner Zeit als Pfarrer hat sich Meurer oft für die Menschen in „seinem Viertel“ Vingst und Höhenberg eingesetzt. Er initiierte zahlreiche Aktivitäten, von einer Kleiderkammer und einer Essensausgabe über Ferienfreizeiten für 500 Kinder – „HöVi-Land“ genannt und in gemeinsamer Trägerschaft der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Höhenberg und Vingst – bis hin zu Programmen für Arbeitslose wie etwa die Möglichkeit, einen Gabelstaplerführerschein zu erwerben.

Aber auch mit anderen, teils unkonventionellen Aktionen sorgt Meurer immer wieder für Aufmerksamkeit: So hielt er zum Beispiel in einer katholischen Sonntagsmesse eine Kollekte für den Bau der umstrittenen Kölner Großmoschee, verteilte Kondome oder bepflanzte mit seiner Gemeinde 1000 Blumenbeete. Meurer plädierte für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge, in seiner Kirchengemeinde ist jeder Dritte ein Ausländer.

Drehleiterfahrt bei schönstem Herbstwetter

Für dieses Engagement, welches weit über das Engagement vieler Pfarrer in ihren Gemeinden hinausgeht, hat sich das Traditionscorps der Kölner Berufsfeuerwehr dazu entschlossen, Pfarrer Meurer zum Ehrenbrandmeister 2020 zu ernennen. Nach dem Gottesdienst versammelte man sich vor der Kirche, um der Übergabe der „Insignien eines Ehrenbrandmeisters“ (Urkunde, Krätzchen, Feuerwehrhelm, Schal und natürlich den ersten Sessionsorden der Session 2020 der Kölsche Funkentöter) beizuwohnen. Doch damit nicht genug – die Drehleiter der Feuerwache 8, der Feuerwache Ostheim, stand bereit, um dem neuen Ehrenbrandmeister in rund 30 Meter Höhe einen besonderen Blick über sein Veedel zu bescheren. Unter den Gästen waren auch der letztjährige Ehrenbrandmeister, Wolfgang Bosbach, sowie der ehemalige GAG-Chef Günter Ott, ebenfalls Ehrenbrandmeister der Gesellschaft.

Meurer erzählte, dass er bei der Renovierung seiner Kirche bereits mit einem 13 Meter hohen Bauaufzug auf das Kirchendach gefahren sei, „und da hatte ich schon leicht ein paar Tropfen in der Hose“, so Meurer in seiner bekannten, direkten Art. „Ich hoffe, dass das heute nicht der Fall sein wird!“, so Meurer weiter. Ausgestattet mit Helm und in Begleitung eines Feuerwehrmanns der Feuerwache 8 und des Präsidenten der Kölsche Funkentöter, Michael Spohr, entschwand der umtriebige Pfarrer Meurer in den Himmel. Über das mitgenommene Funkmikrofon konnten die Menschen am Boden live mitverfolgen, welche Eindrücke Meurer bei seiner ersten Drehleiterfahrt gewinnen konnte – und es schien ihm Spaß zu machen.

Wieder unten angekommen lud Pfarrer Meurer die Anwesenden zu einem Umtrunk in seine Kirche ein: „Es gibt Kaffee und Kuchen, Schnittchen und Kölsch – ich muss aber nachher noch einen Vortrag in Bornheim halten, ich trinke heute nur Wasser.“, so der sehr volksnahe und bei seinen Gemeindemitgliedern beliebte Pfarrer zum Abschluß der Ehrung. Im Rahmen der Ehrung übergaben der KKV „UNGER UNS“, der Männerchor Kölner Bäcker und die Kölsche Funkentöter eine Spende in Höhe von 333 €, die Pfarrer Meurer für seine Arbeit im Veedel verwenden wird.

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