Künstler aus Karneval und Fasching spielen in Kölner Seniorenheimen gegen die Corona-Langeweile

Posted By on 28. April 2020

Am vergangenen Donnerstag und Freitag haben Künstler aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die sich zum Künstlerkollektiv „Wolli´s Holliewald“ zusammengeschlossen haben, in fünf Kölner Seniorenheimen insgesamt acht Auftritte absolviert, um den Bewohnerinnen und Bewohnern – aber auch den Pflegerinnen und Pflegern – für knapp 45 Minuten in den heutigen, durch das Corona-Virus und die dadurch notwendigen Einschränkungen, schwierigen Zeiten etwas Abwechslung in den tristen Alltag zu bringen.

Am Donnerstag, dem 23. April 2020, waren Wolfgang Hüsch, Ralf Ringsdorf, Paul und Sascha Lange sowie Horst Freckmann in den Heimen unterwegs. Am Freitag, dem 24. April 2020, sorgten Wolfgang Hüsch, Ralf Ringsdorf und Cornelia Bardi für kurzweilige Unterhaltung.

Der Donnerstag startete gegen 13:00 Uhr im Johanniter-Seniorenhaus in Köln-Zollstock. Neben bekannten Liedern, vorgetragen von Wolfgang Hüsch, gab es Slapstick und Comedy mit Ralf „Rudi“ Ringsdorf. Paul Lange zeigte, assistiert von seinem Vater Sascha, Zaubertricks mit der Zauberwaschmaschine und die Beiden liessen einen Hocker schweben. Horst Freckmann moderierte und trug Gedichte des unvergessenen Heinz Erhardt vor.

Nach einem Ortswechsel gab es eine Premiere – denn an einer Location wurden gleich vier Auftritte absolviert! Die „Residenz am Dom“ zählt zu den größten Seniorenresidenzen in Köln – und es war einfach nicht möglich, alle Bewohnerinnen und Bewohner an einen oder zwei Orte innerhalb der Residenz zusammen zu bringen. Deshalb wurde im Eingangsbereich der Residenz gestartet. Danach ging es in den Innenhof und von dort in die Stolkgasse. Das Finale des Tages war dann in der Postprivatstraße – und mittlerweile hatten sich ein paar Seniorinnen schon als Groupies geoutet. Man folgte von Auftritt zu Auftritt und genoss so gleich vier Shows …

Am Freitagmorgen gingen die Shows dann weiter. Bereits kurz nach dem Frühstück wurden die älteren Damen und Herren im Arnold-Overzier-Haus der AWO im Severinsviertel von Wolfgang Hüsch mit kölschen Tönen begrüßt. Ralf Ringsdorf sorgte auch an diesem Tag wieder mit Slapstick und Comedy für Lacher, während Cornelia Bardi, die in Rheinland-Pfalz eine bekannte Entertainerin ist, mit bekannten Schlager- und Operetten-Klängen begeistern konnte.

Der nächste Termin fand dann im Herzen von Köln-Rodenkirchen statt. Das Maternus-Seniorencentrum war der Anlaufpunkt, an dem die Seniorinnen und Senioren unterhalten wurden. Im Sinnesgarten des Hauses spielten die Künstler ihr Programm – und auf den Balkonen des Seniorencentrum wurde gesungen, geklatscht und mitgefeiert. Während im AWO-Haus zuvor die Damen und Herren – mit einem gewissen Abstand – den Künstlern relativ nah kamen, war dies hier leider aus bestimmten Gründen nicht möglich. Der große Sinnesgarten hätte dazu aber bestimmt auch hier eine Möglichkeit geboten …

Den vorerst letzten Auftritt in Köln absolvierten Hüsch, Ringsdorf und Bardi – an beiden Tagen war Oliver Lutz als Techniker mit unterwegs – im Matthias-Pullem-Seniorenhaus in Köln-Sürth. Auch hier durften die Bewohnerinnen und Bewohner, gemeinsam mit ihren Pflegekräften, auf der großen Terrasse und den beiden großen Balkonen dem Gesang von Wolfgang Hüsch und Conni Bardi – auch als Duett – lauschen und über die komödiantischen Einlagen von Ralf „Rudi“ Ringsdorf, teilweise unterstützt von Conni Bardi, lachen. Bereits am Freitagmorgen hatten Hüsch und Bardi mit einem Duett den Pflegerinnen und Pflegern für ihre tatkräftige Unterstützung gedankt – und auch in Köln-Sürth, wo sich die Pflegekräfte auch wieder liebevoll um ihre Gäste kümmerten, wurde mit dem Duett den „wahren Helden in der Corona-Krise“, so Wolfgang Hüsch in der Anmoderation, gedankt.

Seit heute steht fest, dass die Aktion eine Wiederholung erfährt – am 14. und 15. Mai 2020, wieder ein Donnerstag und Freitag, wird das Künstlerkollektiv wieder in Köln unterwegs sein. Dabei gibt es eine doppelte Premiere: Gleich zwei Heime, in den die Künstler vergangene Woche bereits waren, werden noch einmal mit einer veränderten Show besucht. „Wir waren einfach überwältigt davon, wie in diesen beiden Heimen die Pflegekräfte sich um ihre Gäste gekümmert haben. So sollte, so muss es eigentlich überall sein – doch die Realität ist da wohl eine andere!“, so Wolfgang Hüsch. „Daher freuen wir uns besonders, dass wir in diesen beiden Heimen noch einmal eine Zugabe geben dürfen. Wir sind sicher, dass sich alle – Pflegekräfte, Bewohnerinnen und Bewohner sowie wir als Künstler – auf diese erneuten Besuche freuen werden!“, so Hüsch weiter.

Wir, die Redaktion koelsche-fastelovend.de, haben die Künstler am letzten Donnerstag und Freitag bei ihren Auftritten begleitet. Aus dem dabei entstandenen Videomaterial haben wir einen knapp 19-minütigen Zusammenschnitt gemacht und auf Youtube hochgeladen:

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