Weiberfastnacht 2019: Was in den Veedeln so los war …

Posted By on 1. März 2019

Fotos: Ingo Hermes

Traditionell ist der Weiberfastnachtsdonnerstag in Köln zweigeteilt: Während am Vormittag und bis in die frühen Nachmittagsstunden bei den Straßenkarnevalseröffnungen in den Veedeln gefeiert wird, verlagert sich ab dem Nachmittag die Feierei in die großen und kleinen Säle Kölns. Und ebenso traditionell gibt es hier die Infos, was in den Veedeln so los war …

Ganz früh am Morgen, Köln lag noch im Halbschlaf, machten sich auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhof bereits die ersten bunt kostümierten Jecken startklar für ihren Umzug durch das morgendliche Köln: Punkt 8 Uhr 15 setzte sich das Schmölzje, angeführt vom Spielmannszug „Kölsche Preußen“ in Bewegung – der Bellejeck der Große Allgemeine K.G. zog unter klingendem Spiel durch die Straßen der Domstadt. Vor 11 Jahren wurde der alte Bellejeck-Brauch von der Große Allgemeine K.G. wiederbelebt und seitdem ziehen immer mehr Jecken mit dem Bellejeck am Weiberfastnachtsmorgen durch Köln. Neben den „Kölsche Preußen“ war in diesem Jahr auch die K.G. Treuer Husar mit rund 120 Husaren, darunter dem kompletten Musikzug, beim ersten Umzug der Session dabei.

Vom Bahnhofsvorplatz ging es dann durch die Innenstadt zur Hofburg des Kölner Dreigestirns, dem Dorint Hotel am Heumarkt. Dort empfingen die Tollitäten die Teilnehmer des Bellejeck-Zuges. Bauer Markus (Markus Meyer) ist als Präsident der Große Allgemeine K.G. quasi Mitveranstalter des Bellejeck-Zuges. Und Jungfrau Catharina (Michael Everwand) war in den letzten beiden Jahren der Darsteller des Bellejeck und wurde quasi von seinem Nachfolger geweckt. Nach dem Treffen mit dem Dreigestirn machte sich der Zug wieder auf und hielt an der Großfigur der Große Allgemeine K.G. auf der Schildergasse. Nach einer kurzen Ansprache erhielten alle teilnehmenden Standarten den Orden der Gesellschaft. Von dort ging es dann zum Lindner Hotel am Friesenplatz, wo man bis in den Nachmittag weiterfeierte.

Fotos: Andreas Klein

Den Frühstart in jeder Session gibt es in Nippes auf dem Wilhelmplatz bei der großen Straßensitzung der Nippeser Bürgerwehr. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen feierten die Jecken schon vor 9:00 Uhr. Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch das Orchester Helmut Blödgen sorgte Tommy Walter um kurz vor 9 dafür, dass auch die letzten Anwohner am Wilhelmplatz merkten, dass Weiberfastnacht ist.

Kölner Dreigestirn auf dem Wilhelmplatz

Das Korps der Nippeser Bürgerwehr zog zwei Stunden vor 11 Uhr 11 auf und bildete auch den Hintergrund für das Kölner Dreigestirn, welches den Nippeser Jecken seine Aufwartung machte. Anschließend ging es bis mittags mit Musik und Tanz weiter im Programm: Die Rabaue, die Boore, die Kläävbotze, die Funky Marys, die Domstürmer, die Cöllner, die Kölsche Adler, die Jugendtanzguppe „Kölsche Greesberger“, JP Weber, Domhätzje Nadine, die Band LAX und die Filue sorgten für Stimmung unter den bunt kostümierten Jecken.

Funky Marys auf dem Alter Markt

Mit dem Einzug des Altstädter Korps unter den Klängen des Regimentsspielmannszug startete rund 30 Minuten nach Nippes auch der Alter Markt in der Kölner Altstadt in den Straßenkarneval. Seit 6 * 11 Jahren organisierten die Altstädter Köln am gestrigen Donnerstag die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals, die auch live vom WDR im Fernsehen übertragen wird. Auch hier gaben sich die musikalischen Darbietungen die Klinke in die Hand: Die Köbesse (die an Rosenmontag einen der Musikwagen im Kölner Rosenmontagszug bespielen werden …), Star-Tenor Norbert Conrads, die Funky Marys, Druckluft und Marita Köllner brachten den rappelvollen Alter Markt mit seinen Tribünen zum Schunkeln. Um 11 Uhr 11 (okay, es war schon 11 Uhr 12 …) eröffneten die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, das Kölner Dreigestirn 2019 und Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn den Straßenkarneval in Köln offiziell. Nach einer weiteren Darbietung des Altstädter Korps feierte man auch hier mit den Höhner, Thomas „Et Klimpermännche“ Cüpper, den Rabaue, dem Kölner Kinderdreigestirn 2019 und der Band „Cöllner“ bis mittags bei strahlendem Sonnenschein weiter …

Domstädter auf dem Lenauplatz

Auch auf dem Lenauplatz in Köln-Ehrenfeld wurde gefeiert. Dort veranstaltete die Ehrenfelder K.G. Rheinflotte ab 11 Uhr 11 ihre Straßensitzung zur Sessionseröffnung, unter anderem mit den Ihrefelder Cheyenne und dem Tanz- und Musikzug „Domstädter Köln“.

Etwas ruhiger und gemütlicher ging es hingegen ab 11 Uhr 11 auf dem Hermeskeiler Platz in Köln-Lindenthal bei der Eröffnung der K.K.G. Alt-Lindenthal zu. Gemeinsam mit den Krieler Geschäftsleuten hatte die Gesellschaft auf dem Platz neben einer Bühne auch für das gastronomische Angebot gesorgt. Auf der Bühne sorgten der Musikzug „1. Cölsche Hofstaat“, die Kinder der Hans-Christian-Andersen-Schule, das Kölner Dreigestirn, die Kinder der KiTa Albertus Magnus, die Lucky Kids, der Tanz- und Musikzug „Domstädter“, die Backes Band sowie die Lindenthaler Lappe Clown für Unterhaltung bis in den frühen Nachmittag.

Ebenfalls um 11 Uhr 11 startete op d´r Schäl Sick in Köln-Flittard die Flittarder K.G. in den Straßenkarneval. Zum ersten Mal wurde hier auf dem Gelände der Narrenburg in der Paulinenhofstraße gefeiert. „Der Aufwand für die Straßensitzung am Denkmal in der Hubertusstraße stand in keinem Verhältnis mehr. Die Genehmigungen im Vorfeld, der Aufbau und vor allem der Abbau des gesamten Equipements war immer aufwändiger geworden. In der Form war Weiberfastnacht für uns einfach nicht mehr realisierbar!“, so der 1. Vorsitzende der Flittarder K.G., Reiner Knillmann.

Die Flittarder K.G. nimmt einen Eintritt von 5,00 €, dafür erhält der Besucher jedoch auch fünf Verzehrbons. Eröffnet wurde die erste Ausgabe der Neuauflage der Straßenkarnevalseröffnung durch das Kinderdreigestirn der GGS Am Feldrain. Musikalische sorgten Björn Heuser, die Band „Eldorado“ und Ben Randerath für Schunkelstimmung. Getanzt wurde auch, und zwar zeigten das Tanzcorps „Echte Fründe“ und das Kinder- und Jugendtanzcorps „Echte Fründe“, beide der Flittarder K.G. angeschlossen, ihre tänzerischen Darbietungen.

Wie in den Sälen gefeiert wurde, kann man in unserem zweiten Artikel nachlesen …

Posted by admin